Deals statt Politik?

Deals statt Politik

Kann man Staaten wie Unternehmen führen?

Deals statt Politik? Seit dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA weht ein neuer Wind: Anstatt von Diplomatie und Multilateralismus werden jetzt Deals geschmiedet und der Ton ist rauer geworden, denn das ist so im „Big Business“ üblich. Mittlerweile gibt es ähnliche Tendenzen auch in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Tschechien. Dort hat der umstrittener Milliardär Andrej Babiš das Rennen gewonnen und will nun Politik auf Grundlage von „Deals“ machen. Er möchte auch, ähnlich wie Donald Trump, den Staat wie ein Unternehmen führen. Doch ist das wirklich möglich oder gar sinnvoll?
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Siemens, Robin Hood und Unternehmensdemokratie

Es ist beschämend, was da gerade im öffentlichen Raum über Siemens diskutiert wird. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer bringt es vollkommen zu Recht auf den Punkt: „Siemens-Bashing hilft uns nicht weiter.“ Wohl gesprochen. Ja Herrgott Sackzement, kapiert die dämliche deutsche Journaille und all die links-alternativen Berufspolitiker nicht, was Joe Kaeser gerade für eine Heldentat vollbringt? Von wegen „post-heroisches“ Management. Alles Blödsinn. Kaeser zertrümmert nicht das Vertrauen in den deutschen Wirtschaftsstandort, wie der frustrierte Martin Schulz neulich fabulierte (der ist doch jetzt nur froh, sich wieder als echter Sozialdemokrat gerieren zu können: „Die SPD wird weiter für euch trommeln.“). Nein, weit gefehlt. Kaeser bewahrt all die rund 7000 demnächst arbeitslosen Mitarbeiter*innen vor einer ungeheuerlichen Bürde. Ja Himmelherrgottgsuffa – sieht das denn niemand. Also muss ich es wohl erklären: Weiterlesen

Sexismus-Dialog statt -Debatte

Sexismus-Dialog statt -Debatte: Wir müssen reden

Wir müssen reden. Dringend. Innerhalb weniger Wochen bin ich mehrmals von Männern gefragt worden „Wie ist das jetzt mit dem Sexismus? Darf ich jetzt noch nicht mal mehr jemanden ansprechen oder gucken?“ „Du Vollhonk, was soll so eine dämliche Frage, was hat das eine mit dem anderen zu tun?“, hätte ich einem spontanen Impuls nachgebend am liebsten entgegnet, aber ganz ehrlich? Ich weiss es manchmal selbst nicht – zumindest nicht immer sofort in der jeweiligen Situation, sondern erst in der Reflexion darüber.

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Unternehmensdemokratie ist gesund

Unternehmensdemokratie soll gesund sein? Warum das denn? Darum: Im Oktober 2015 veröffentlichte ich hier im Blog den Post „Die Klassiker der Epidemiologie: Whitehall I + II„. Damals skizzierte ich kurz die Ergebnisse dieser bis heute bahnbrechenden Sozio-ökonomischen Studien, die bereits 1984 und 1991 publiziert wurden. Sie zeigten schon damals einen klaren Zusammenhang zwischen dem Sozio-öklnomischen Status von Arbeitnehmer*innen und deren Gesundheit bis hin zur Sterblichkeit. Die Ergebnisse pointierte ich seinerzeit so: „Zugespitzt ließe sich sagen: Mit- und selbstbestimmte Arbeit erhöht die Chance, gesund zu bleiben.“ Nun wurde Ende März 2017 eine spezifisch deutsche Studie mit ähnlichen Fragestellungen vom Institut für medizinische Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg abgeschlossen, die sogar eine noch größere Stichprobe aufweist. Die Ergebnisse stützen Whitehall I + II, ergänzt um spezifisch deutsche sozio-ökonomische Bedingungen: Das Gefälle zwischen Ost- und Westdeutschland.

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Trello und JIRA sind doch nur Tools – was soll das schon für kulturelle Auswirkungen haben?

Dieser Post ist der vierte Artikel der Serie “Aus der Praxis eines Collaboration Consultants – Tools, Kultur und ihre Wechselwirkungen” und dreht sich um die kulturellen Auswirkungen und Voraussetzungen von Aufgabenverwaltungstools wie Trello und JIRA – weitere Artikel dieser Serie findest Du in Kürze hier auf dem Blog. In dieser Serie schreibe ich als Atlassian Consultant aus eigener Beobachtung, meiner Praxis als Consultant bei diversen Unternehmen und meiner Freiberuflichkeit sowie dem Austausch mit anderen Atlassian-Anwendern und Administratoren über die Nutzung von Collaboration Tools und ihre kulturellen Wechselwirkungen. Mein Zielbild beim Einsatz von Collaboration Tools ist Selbstorganisation und Selbstmanagement von Teams zu unterstützen sowie Transparenz für mehr Synergien und Zusammenarbeit in Teams und Unternehmen herzustellen.

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Arbeitszufriedenheit und Leistung

Hängen Arbeitszufriedenheit und Leistung zusammen? Leistet mehr, wer zufriedener bei der Arbeit ist? Davon gehen jedenfalls viele VertreterInnen Neuer Arbeit aus. Da macht es natürlich was her, wenn wir plötzlich zeigen könnten, dass es da keinerlei Zusammenhang gibt. Und siehe da: Natürlich findet sich auch dazu etwas: Die Beraterin und Autorin Svenja Hofert berichtet über eine Metastudie, die klarstellt, dass es keinen überzufälligen Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Leistung gäbe. Das provoziert mich natürlich sofort. Und zwar in zweifacher Hinsicht: Erstens wurde sowohl bei den Studien, die in der Meta-Studie untersucht wurden, als auch in der Meta-Studie selbst mehrere zentrale Aspekte nicht beachtet. Das führt logischerweise zu dem genannten Ergebnis. Zweitens, und das ist mindestens ebenso wichtig, wurde von den Forschern eine zentrale Frage nicht gestellt, die ich mittlerweile wesentlich wichtiger finde, als alle Leistungsbeurteilungen: In welcher Welt wollen wir leben?

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Karoshi. Arbeiten bis zum Verrecken.

Karoshi? Im September 2016 veröffentlichte ich in diesem Blog den Post „Arbeitsbedingungen: Krank, gesund und sinnvoll arbeiten„. Dieser Beitrag ging auf einen Artikel aus dem Jahr 2011 zurück, in dem ich gemeinsam mit meinen damaligen Kollegen Gebhard Borck und Markus Stegfellner die drei grundlegenden Formen krank, gesund und sinnvoll Wirtschaften skizzierte. Einmal mehr scheinen wir mit dieser Typologisierung den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Denn die Reinform kranken Wirtschaftens und Arbeitens, sozusagen die postmoderne Perfektion des alten Arbeitsbegriffs als Mühsal, Leid und Qual hat einen Namen: Karoshi. Japanisch für „Tod durch Überarbeitung“. Ein keineswegs neues Phänomen, nur ging es Anfang Oktober diesen Jahres wieder mal durch die Presse. Der Anlass war immer noch weit von einer Lösung entfernt.

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Trialog Teil 2 – Das up2U Protocol

Der zweite Teil unseres Trialogs, in dem Alexander Gerber, Björn Czybik und ich, über Komplexität und angrenzende Themen- und Fragestellungen diskutieren, fand am 02.10.2017 statt. Den ersten Teil können Sie hier verfolgen.

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Kulturwandel: Erwünschte Nebenwirkung

Es gibt viel zu tun in den meisten Unternehmen und Organisationen, kaum eine Organisation wartet auf einen Kulturwandel. Schließlich beklagen die wenigsten MitarbeiterInnen und Führungskräfte einen  Arbeitsmangel, auch wenn es mittlerweile ergänzend zum Burnout den Bore-Out gibt. Bekanntermaßen findet vielmehr eine Verdichtung der Arbeit statt, immer mehr muss von immer weniger Angestellten geleistet werden. Lassen wir mal die Kritik beiseite, die hier angebracht wäre, denn warum sollten wir endlos die Produktivität steigern und verkrampft versuchen, ewig weiter zu wachsen (die Antworten der Standardökonomie sind ebenso klar wie brüchig)? Darum geht es mir hier nicht. Ich möchte etwas anderes reflektieren: Wenn der Arbeitsdruck derart hoch ist, wie können dann noch die zusätzlich dauernd auftauchenden Veränderungs-Projekte mit dem Ziel von Kulturwandel erfolgreich durchgeführt werden? Zum Beispiel, indem ein Team noch im Hochseilgarten rumturnt? Die Lösung ist ganz einfach, dazu folgendes Fallbeispiel aus unserer eigenen Praxis:

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So arbeiten wir doch gar nicht – unsere Admins sind nicht agil genug für mein Team!

Dieser Post ist der dritte Artikel der Serie “Aus der Praxis eines Collaboration Consultants – Tools, Kultur und ihre Wechselwirkungen” und dreht sich um den Anpassungsbedarf von Zusammenarbeitslösungen – weitere Artikel dieser Serie findest Du in Kürze hier auf dem Blog. In dieser Serie schreibe ich als Atlassian Consultant aus eigener Beobachtung, meiner Praxis als Consultant bei diversen Unternehmen und meiner Freiberuflichkeit sowie dem Austausch mit anderen Atlassian-Anwendern und Administratoren über die Nutzung von Collaboration Tools und ihre kulturellen Wechselwirkungen. Mein Zielbild beim Einsatz von Collaboration Tools ist Selbstorganisation und Selbstmanagement von Teams zu unterstützen sowie Transparenz für mehr Synergien und Zusammenarbeit in Teams und Unternehmen herzustellen. Weiterlesen