Trialog Teil 2 – Das up2U Protocol

Der zweite Teil unseres Trialogs, in dem Alexander Gerber, Björn Czybik und ich, über Komplexität und angrenzende Themen- und Fragestellungen diskutieren, fand am 02.10.2017 statt. Den ersten Teil können Sie hier verfolgen.

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Kulturwandel: Erwünschte Nebenwirkung

Es gibt viel zu tun in den meisten Unternehmen und Organisationen, kaum eine Organisation wartet auf einen Kulturwandel. Schließlich beklagen die wenigsten MitarbeiterInnen und Führungskräfte einen  Arbeitsmangel, auch wenn es mittlerweile ergänzend zum Burnout den Bore-Out gibt. Bekanntermaßen findet vielmehr eine Verdichtung der Arbeit statt, immer mehr muss von immer weniger Angestellten geleistet werden. Lassen wir mal die Kritik beiseite, die hier angebracht wäre, denn warum sollten wir endlos die Produktivität steigern und verkrampft versuchen, ewig weiter zu wachsen (die Antworten der Standardökonomie sind ebenso klar wie brüchig)? Darum geht es mir hier nicht. Ich möchte etwas anderes reflektieren: Wenn der Arbeitsdruck derart hoch ist, wie können dann noch die zusätzlich dauernd auftauchenden Veränderungs-Projekte mit dem Ziel von Kulturwandel erfolgreich durchgeführt werden? Zum Beispiel, indem ein Team noch im Hochseilgarten rumturnt? Die Lösung ist ganz einfach, dazu folgendes Fallbeispiel aus unserer eigenen Praxis:

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So arbeiten wir doch gar nicht – unsere Admins sind nicht agil genug für mein Team!

Dieser Post ist der dritte Artikel der Serie “Aus der Praxis eines Collaboration Consultants – Tools, Kultur und ihre Wechselwirkungen” und dreht sich um den Anpassungsbedarf von Zusammenarbeitslösungen – weitere Artikel dieser Serie findest Du in Kürze hier auf dem Blog. In dieser Serie schreibe ich als Atlassian Consultant aus eigener Beobachtung, meiner Praxis als Consultant bei diversen Unternehmen und meiner Freiberuflichkeit sowie dem Austausch mit anderen Atlassian-Anwendern und Administratoren über die Nutzung von Collaboration Tools und ihre kulturellen Wechselwirkungen. Mein Zielbild beim Einsatz von Collaboration Tools ist Selbstorganisation und Selbstmanagement von Teams zu unterstützen sowie Transparenz für mehr Synergien und Zusammenarbeit in Teams und Unternehmen herzustellen. Weiterlesen

Ein Trialog – Benötigen wir neue Werkzeuge für Komplexität?

Vor geraumer Zeit habe ich mein Netzwerk mit zwei sehr interessanten Menschen erweitert. Es handelt sich um Alexander Gerber und Björn Czybik. Die Beiden kennen sich schon länger und sind über das von Alexander entworfene Framework zum Handhaben von Komplexität und Unsicherheit, namens up2U, zusammen gekommen. Da ich mich ja auch seit Längerem mit Komplexität und vielen in diesem Kontext stehenden Fragestellungen beschäftige, war es damit wohl nur eine Frage der Zeit, wann wir uns „über den Weg“ laufen.

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Resilienz. Perversion einer wichtigen Fähigkeit.

Resilienz – ein Begriff, der immer mehr Einzug hält in die Wirtschaftswelt. Mittlerweile finden sich zahlreiche Bücher zum Thema: „Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft. Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out“, „Resilienz: Innere Stärke für Führungskräfte“ oder gar: „Resilienz in rechtsberatenden Berufen“ – letzteres wahrscheinlich, um Anwälte vor ihren teils nervtötenden Mandanten dauerhaft zu schützen. Mein persönlicher Favorit ist aber „Unbezwingbar wie ein Navy-Seal: Resilienz und mentale Stärke für Erfolg auf höchster Ebene“ – wow, das Buch habe ich mir sofort bestellt! Und warum ist diese Inflation von Resilienz fragwürdig bis hin zu sträflich? Darum:

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Politik, Wahlen, New Work und Unternehmensdemokratie

Irgendwann, vor nicht allzulanger Zeit – das genaue Datum lässt sich nicht eruieren, es steht nämlich nirgends – erschien ein Blogpost von Lars Vollmer, Gründer des New Work Netzwerks intrinsify.me: „Schatz, wir müssen über Politik reden.“ Nein, natürlich geht es nicht um die Bundestagswahl. „Warum wir nicht ohne politisches Bewusstsein über Arbeit diskutieren können“ lautet der Untertitel. Das ist, passend zum anstehenden bundesweiten Gang zur Wahlurne, aus der Sicht von Suchmaschinenmarketing ein ganz exquisites Timing. Davon abgesehen ein klein wenig verwunderlich.

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New Work Ästhetik Mann lachend mit buntem Gesicht nach Holi-Festival

Ist New Work eine Frage der Ästhetik?

Ich bin nicht sicher, ob New Work schon so weit ist, um in den Kontext von Ästhetik gesetzt zu werden. Dennoch will ich die Frage aufwerfen und befinde ich mich damit in guter Gesellschaft der üblichen Verdächtigen von Platon über Kant bis Marx. Genauer gesagt, geht es um die Frage nach der wirtschaftlichen Ästhetik. Warum und was ist das überhaupt?

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Automatisierung. Und wo bleibt die wesentliche Frage?

Automatisierung ist auf dem Vormarsch. Immer mehr menschliche Arbeit wird durch Robotik ersetzt. In manchen Bereichen ist dies wünschenswert, denn wer hat schon Spaß an stupider, häufig gefährlicher und gesundheitsschädigender Arbeit? In anderen Bereichen sieht das ganz anders aus. Zunehmend öfter kommen auch Berufe in den Sog der Automatisierung, die wir klassischerweise als Wissensarbeit bezeichnen würden. Da sollen bald Ärzte und Berater durch künstliche Intelligenz und Robotik ersetzt werden.

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HHLA – Pseudokritik an Unternehmensdemokratie

 

HHLA – ein Fall gescheiterter Unternehmensdemokratie? Fangen wir von vorne an. HHLA? Das ist die Hamburger Hafen und Lagerhaus Aktiengesellschaft. Im März 1885 als Hamburger Freihafen-Lagerhaus Gesellschaft gegründet und bis heute auf über 5500 Mitarbeiter*innen angewachsen. Ihr Kerngeschäft besteht heute aus den vier Bereichen Container (drei von vier Containerterminals des Hamburger Hafens), intermodaler Verkehr (Containertransport auf Schiene und Straße) und Immobilien. Das erste mal wurde ich 2014 auf das Unternehmen aufmerksam. Damals suchte ich noch Fallbeispiele für mein letztes Buch „Alle Macht für niemand“ – und fand einen Artikel in dem Band „Zukunftsfähige Gesundheitspolitik im Betrieb“.

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Ich finde nichts mehr im Wiki – wir müssen gärtnern!

Dieser Post ist der zweite Artikel der Serie “Aus der Praxis eines Collaboration Consultants – Tools, Kultur und ihre Wechselwirkungen” und dreht sich um das Wachstum eines Wiki – weitere Artikel dieser Serie findest Du in Kürze hier auf dem Blog. In dieser Serie schreibe ich als Atlassian Consultant aus eigener Beobachtung, meiner Praxis als Consultant bei diversen Unternehmen und meiner Freiberuflichkeit sowie dem Austausch mit anderen Atlassian-Anwendern und Administratoren über die Nutzung von Collaboration Tools und ihre kulturellen Wechselwirkungen. Mein Zielbild beim Einsatz von Collaboration Tools ist Selbstorganisation und Selbstmanagement von Teams zu unterstützen sowie Transparenz für mehr Synergien und Zusammenarbeit in Teams und Unternehmen herzustellen.
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