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Unternehmensdemokratie und Neue Autorität, Teil 1

Der systemische Familientherapeut, Supervisor, Organisationsberater und Autor Frank Baumann-Habersack hatte letztes Jahr das lesenswerte Buch “Mit neuer Autorität in Führung” veröffentlicht. Da Führung natürlich auch in demokratischen Organisationen entgegen einem häufigen Missverständnis stattfindet, stellt sich mir auch die Frage, welche Form von Autorität dort nützlich ist. Wie steht es um Autorität, wenn jeder in Führung gehen kann oder wenn Führungskräfte gewählt und wieder abgewählt werden? Was ist mit der Autorität eines Geschäftsführers, wenn er die Belegschaft zur Strategieentwicklung mit einlädt? Fragen über Fragen – Zeit für einen Dialog mit Frank! Weiterlesen

Neue EU-Richtlinie CSR 2017

CSR – neue EU-Richtlinie ab 2017

Es ist schwierig mit dem Thema CSR (Corporate Social Responsibility) – in Deutschland. Endlich gibt es eine EU-Richtinie, die Unternehmen verpflichtet auch nicht-finanzielle Angaben zu ihrer Geschäftstätigkeit zu machen und dann hängt der Entwurf, der nach den Vorgaben aus Brüssel schon am 06. Dezember 2016 in Kraft treten sollte, im Parlament fest. Ja, muss das denn sein? Doch zurück auf Anfang.

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Gefangen in der Wachstumsfalle: Weshalb Unternehmen am eigenen Ast sägen

Die Wachstumsfalle: Immer wieder ist im Kontext von Wirtschaft und ihrer Entwicklung von Wachstum die Rede. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass ein Unternehmen zwangsläufig wachsen müsse, um die entstandenen Produktivitätsgewinne gewinnbringend einzusetzen und um “Ressourcen”, in den meisten Fällen ist damit Personal gemeint, zu halten. Käme es nicht zu dem erwarteten Wachstum, so müsse man sich zwangsläufig von Mitarbeitern trennen, um die Existenz eines Unternehmens nicht zu gefährden. Weiterlesen

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Unser neuer Autor: Mario Buchinger

Am 26. Oktober 2016 hielt ich neben verschiedenen anderen Speakern einen Vortrag beim Symposium Change to Kaizen. Dort lernte ich auch Mario Buchinger kennen, der bei meinem Vortrag anwesend war und sich bei der anschließenden Diskussion rege beteiligt und später selber einen spannenden Vortrag hielt. Einige Tage später erhielt ich von Marios Frau Marlene eine Kontaktanfrage bei LinkedIn – und so ergab sich ein erstes intensives Skypegespräch zwischen uns dreien. Eines der Ergebnisse besteht darin, dass Mario ab Januar 2017 als Autor hier im Blog mitarbeitet. Das bisherige Autorenteam freut sich sehr über diesen Zuwachs, denn Mario bringt neue und bereichernde Perspektiven ein.

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Ein einmaliges Geschenk für die Mitarbeiter

1993 gründete Peter Neumark sein Unternehmen Classic Motor Cars (CMC)  in Bridgnorth, Shropshire gemeinsam mit zwei Kollegen und baute es vorwiegend mit eigenen Investitionen auf. Die drei teilten ihre Leidenschaft für Fahrzeuge der Marke Jaguar und begannen Ihre Arbeit von einer kleinen Geschäftseinheit auf dem Stanmore Industrial Estate. Ihre leidenschaftliche Mission bestand darin, gewissermaßen das Erbe von Jaguar Modellen wiederherzustellen. Und so belebten sie wieder einige der historischsten Jaguar Modelle, die je gebaute wurden, ganz zur Freude von Oldtimer Fans. In den Jahren von 1993 bis 2001 baute sich CMC eine hervorragende internationale Reputation auf, indem sie zunächst eine Menge verschiedener Jaguar Modelle liebevoll restaurierten.

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Frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

Nach dem irrwitzigen Vorweihnachts-Schlussspurt mit den Holacracy Beiträgen und den damit verbundenen Diskussionen auch hier im Blog nähern wir uns mit großen Schritten den Weihnachtstagen. Wir vom Autorenteam, Arne, Conny, Daniela, Mark und ich wünschen Euch allen jetzt erst mal möglichst stressarme letzte Vorweihnachtstage und dann schöne, erholsame und auch möglichst humorvolle Weihnachten. Für alle die zwischen den Jahren nicht ganz abtauchen, sondern noch Interesse an einer weihnachtlichen Geschichte über Unternehmensdemokratie haben, melden wir uns nächste Woche am 27.12. noch einmal in diesem Jahr. Und ganz ehrlich: Die Geschichte, die dann kommt, ist wahr. Wenn sie vielleicht auch zu schön klingt, um wahr zu sein.

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Wirtschaftssektoren am Beispiel Österreich (1976–2011) Primärsektor Sekundärsektor Tertiärsektor

Holacracy. Eine kurze Analyse der Fallbeispiele

Es war für uns AutorInnen hier im Blog sehr viel mehr, als wir erwartet oder sogar erhofft hatten. Der letzte Post „Holacracy. Vom Scheitern eines Betriebssystems“ hat enorme Reaktionen ausgelöst. Angefangen bei  gut 100 Shares täglich in den ersten drei Tagen über regen Zuspruch, dass es endlich mal eine kritische und differenzierte Auseinandersetzung mit dem „revolutionären Management-System“ (Holacracy Buchtitel) jenseits des Hypes gibt, bis hin zu ersten Veranstaltungsideen von unseren LeserInnen. Hinzu kamen Rückmeldungen von Holacracy zertifizierten BeraterInnen, wie zum Beispiel Karin Reiter, die hier bei uns höchst interessante und kritische Einsichten in die Holacracy Ausbildung ermöglichte. Aber natürlich – und das ist gut so – gab es auch ein bisschen Gegenwind. Zwei Holacracy ExpertInnen waren und sind ganz anderer Meinung als ich. Der vielleicht führende deutsche Holacracy Experte Dennis Wittrock meldete sich hier im Blog mit einem Kommentar zu Wort, in dem er seine Sicht der Dinge darlegt. Und dann kam noch ein kritischer Kommentar. Und der hat mich motiviert, tiefer zu graben, zumal Dennis die Auffassung vertritt, dass mein Beitrag „an der Oberfläche von Vorverurteilungen und Pauschalisierungen dümpelt“.

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Neue Arbeit: Utopie oder echte Chance? Ein Interview mit Markus Väth

Neue Arbeit dürfte neben der digitalen Transformation eines der häufigsten aktuellen Berufs-Buzzwords sein. Meine Google Suche präsentiert mir nach einer halben Ewigkeit von 0,64 Sekunden 1.120.000 Treffer. Neben diesem vielleicht bereits inflationären Gebrauch des Begriffs kommt noch hinzu, dass es auf Seiten von Berufseinsteigern oder noch jungen Berufstätigen ein großes Interesse an Arbeitgebern gibt, die sich Neue Arbeit – oder irgendeinen der verwandten Begriffe – auf die Fahnen schreiben. Dumm nur, dass es dann hie und da zu einer Lücke zwischen Wollen und Können kommt. So manche stellen sich Neue Arbeit irgendwie viel verheißend vor, lässig und inspirierend; sich Miete und Brötchen verdienen zwischen Arbeiten im Lieblingscafe, Tischfussball und ebenso kurzweiligen wie effektiven Meetings in einem coolen Loft mit großartigen KollegInnen, die eher schon Freunde sind. Allerdings ist dabei wohl nicht immer klar, was es für Kompetenzen erfordert, um selbstbestimmt zu arbeiten. Zeit für ein Zwischenresüme gemeinsam mit Markus Väth, der umgekehrt bereits gestern auf seinem Blog ein Gespräch mit mir veröffentlicht hat

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Holacracy. Vom Scheitern eines Betriebssystems.

2015 veröffentlichte Brian Robertson sein Buch „Holacracy. The new Management System for a Rapidly Changing World.“ Er setzte damit den Startschuss zu einem Hype, der bis heute anhält. Robertson schaffte es innerhalb kürzester Zeit, dieses angeblich „neue Management System“ diversen Unternehmen zu verkaufen und obendrein ein rigides System von Ausbildung und Zertifizierungen zu etablieren. Wer sich mit organisationaler Selbstorganisation und Neuer Arbeit nicht auskennt, mag glauben, dass da jemand mehr oder minder im Alleingang ein Organisationsmodell geschaffen hat, dass Management wie wir es bislang kennen, überflüssig macht und alleine durch die Implementierung zu mehr Agilität, Innovationskraft und Geschwindigkeit führt. Und natürlich noch die Potenziale und intrinsische Motivation der MitarbeiterInnen freisetzt.

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Großunternehmen, Konzerne und Neue Arbeit. Geht das?

Immer wenn die Frage aufkommt, ob Neue Arbeit und Unternehmensdemokratie auch in Konzernen und Großunternehmen möglich sei, geht es mir ein bisschen wie Phil Connors. Keine Ahnung wer das ist? Na klar, solltest Du zur typischen Altersgruppe der LeserInnen dieses Blogs gehören (18-34), dann ist das kein Wunder. Phil Connors ist der tragikomische Protagonist in der Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier„, erschienen 1993. Also nichts für ungut. Phil Connors jedenfalls ist aus irgendeinem Grund in eine Zeitschleife geraten. Er wacht immer am selben Morgen auf und erlebt denselben Tag wieder und wieder und wieder. Das wird zu einer skurril-grotesken Form der Hölle. Nun, und ähnlich geht es mir, wenn nach Vorträgen oder in Workshops immer und immer wieder die Frage kommt: Geht das auch in Konzernen? Da mag man fast glauben, dass die meisten Leute dort arbeiten. Stimmt aber nicht. In den DAX 30 sind es nicht mal 10% der deutschen Erwerbstätigen. Ja, klar. Nicht alle Großunternehmen sind dort  gelistet. Das ändert allerdings nichts am Faktum, dass nun mal die meisten Menschen nicht in dieser Kategorie von Unternehmen arbeiten. Aber sei’s drum. Darum geht es heute nicht. Sondern vielmehr um die Frage, warum es in Großunternehmen verdammt noch mal soviel schwieriger ist, Arbeit erst neu zu denken und dann zu leben.

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