Ich finde nichts mehr im Wiki – wir müssen gärtnern!

Dieser Post ist der zweite Artikel der Serie “Aus der Praxis eines Collaboration Consultants – Tools, Kultur und ihre Wechselwirkungen” und dreht sich um das Wachstum eines Wiki – weitere Artikel dieser Serie findest Du in Kürze hier auf dem Blog. In dieser Serie schreibe ich als Atlassian Consultant aus eigener Beobachtung, meiner Praxis als Consultant bei diversen Unternehmen und meiner Freiberuflichkeit sowie dem Austausch mit anderen Atlassian-Anwendern und Administratoren über die Nutzung von Collaboration Tools und ihre kulturellen Wechselwirkungen. Mein Zielbild beim Einsatz von Collaboration Tools ist Selbstorganisation und Selbstmanagement von Teams zu unterstützen sowie Transparenz für mehr Synergien und Zusammenarbeit in Teams und Unternehmen herzustellen.
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Was ist ein Board? Screenshot

Hilfe, wir arbeiten alle unterschiedlich! – die Einführung eines gemeinsamen Boards

Dieser Post ist der erste Artikel der Serie “Aus der Praxis eines Collaboration Consultants – Tools, Kultur und ihre Wechselwirkungen” und dreht sich um die Einführung eines gemeinsamen Boards – weitere Artikel dieser Serie findest Du in Kürze hier auf dem Blog. In dieser Serie schreibe ich als Atlassian Consultant aus eigener Beobachtung, meiner Praxis als Consultant bei diversen Unternehmen und meiner Freiberuflichkeit sowie dem Austausch mit anderen Atlassian-Anwendern und Administratoren über die Nutzung von Collaboration Tools und ihre kulturellen Wechselwirkungen. Mein Zielbild beim Einsatz von Collaboration Tools ist Selbstorganisation und Selbstmanagement von Teams zu unterstützen sowie Transparenz für mehr Synergien und Zusammenarbeit in Teams und Unternehmen herzustellen. Weiterlesen

Talente finden, Teil 2: Potenzialanalyse oder Sapere aude?

„Darf ich vorstellen: Die Themensau: Talent! Ist neuerdings das Synonym für tolle fachliche Qualifikation. Obwohl es damit rein gar nichts zu tun haben muss!“ Es handelt sich schlichtweg um Recruitierung, wie schon immer. Remember: Das Unternehmen sucht bestmögliche Qualität für maximalen Output! Die BewerberInnen suchen bestmögliche Arbeitsplätze für maximale Zufriedenheit! Die Herausforderung ist, diese beiden „eierlegendewollmilchsau“ Erwartungen zu harmonisieren. Und die ist hoch. Aber hilft da eine Potenzialanalyse wirklich?

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Screenshot Creative Collaboration Culture Day Orga-Board Trello - Soziokratie 3.0?

Tag 29 – machen wir eigentlich Soziokratie 3.0?

Es ist Tag 29 nach meiner Idee, den “Creative Collaboration Culture Day”  als Non-Profit-Event mit 70-150 Teilnehmern, 5 Impulsen und parallelen Open Space Sessions dieses Jahr in Karlsruhe zu veranstalten. Nachdem wir nun u.a. vier von fünf Impulse beisammen, die Wunsch-Location bekommen und den Ticketverkauf letzte Woche gestartet haben, eine erste Version der Webseite umgesetzt und das Event Orga-Team auf 11 Personen (Tendenz steigend) angewachsen ist habe ich mir heute vorgenommen, zu reflektieren wie ich bisher vorgegangen bin und was das mit Soziokratie 3.0/Unternehmensdemokratie zu tun hat.

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Wähl den Chef! Fortschritt oder Rückschritt?

Wann ist eine Organisation „demokratisch“? Zwei Antworten sind typisch: Erstens Basisdemokratie, sprich alle kochen mit, also genau genommen: Alle entscheiden was gekocht wird, wieviel davon, wo die Zutaten besorgt werden, gehen einkaufen, fangen gemeinsam an, die Ingredienzien zu putzen und zu schnippeln, kochen, dünsten, pochieren, backen, braten; drapieren anschließend zusammen alles hübsch auf dem Teller, den sie den Gästen bringen, die sie zuvor gemeinsam angesprochen haben, um sie in ein Restaurant zu locken, dass sie zuvor in trauter Runde gepachtet und eingerichtet haben. Nun ja, was davon zu halten ist, brauchen wir vermutlich nicht lange diskutieren. Zweitens wird mit Unternehmensdemokratie gerne die Wahl von Führungskräften assoziiert. Das scheint bei einigen Unternehmen gerade in Mode zu kommen, gibt es doch medial prominente Vorreiter, die Führungskräftewahl, das Management by Election – sagen wir – wenig zurückhaltend als das neue New Work Credo in möglichst vielen Organisationen implementieren wollen. Aha. Wahlen also. Aber wie demokratisch sind Wahlen eigentlich? Und wie funktional und zielführend?

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T-Rex Evolution

Was Management-Literatur mit Evolution zu tun hat

Management-Literatur ist ein vielfältiges und breites Genre. Innerhalb dieses Kaleidoskops an Thesen, Ideen und Meinungen finden sich Werke, die in die Tiefe gehen – ich nenne hier gerne die Basis dieses Blogs „Alle Macht für Niemand“ oder die Übersetzung des „Viable Systems Model“ von Mark Lambertz (man möge mir meine Subjektivität verzeihen). Andererseits finden sich in diesem Genre etliche Publikationen, die eher allgemein und oberflächlich bleiben, aber dennoch gute Impulse liefern können, wie Laloux. Weiterlesen

Reinventing Organizations. Ein Transformations-Placebo?, Teil 2

Nach dem Auftakt zu unserer Laloux Kritik von Mark ist dies nun der zweite Teil, in dem ich weitere Probleme aufzeigen werde. Unbestritten ist für uns der positive Effekt, den Lalouxs Buch auf die Transformations-Bewegung hatte und hat. Wenn durch sein Buch Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber oder auch Mitarbeiter inspiriert werden, sich auf die Reise zu einer “evolutionären” Organisation zu begeben, spielt es keine allzugroße Rolle, ob es konzeptuelle Schwächen oder sogar Widersprüche gibt. Problematisch wird es, wenn sich LeserInnen anfangen auf die Inhalte zu verlassen. Wer noch keine oder wenig Erfahrung mit alternativen Formen der Unternehmensgestaltung und -führung hat, läuft Gefahr, unbeabsichtigte Fallstricke zu übersehen. Es entsteht ein trügerisches Zielbild, was evolutionäre von traditionellen Organisationen unterscheidet und wie sie methodisch entwickelt werden können.

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Holacracy. Eine kurze Analyse der Fallbeispiele

Es war für uns AutorInnen hier im Blog sehr viel mehr, als wir erwartet oder sogar erhofft hatten. Der letzte Post „Holacracy. Vom Scheitern eines Betriebssystems“ hat enorme Reaktionen ausgelöst. Angefangen bei  gut 100 Shares täglich in den ersten drei Tagen über regen Zuspruch, dass es endlich mal eine kritische und differenzierte Auseinandersetzung mit dem „revolutionären Management-System“ (Holacracy Buchtitel) jenseits des Hypes gibt, bis hin zu ersten Veranstaltungsideen von unseren LeserInnen. Hinzu kamen Rückmeldungen von Holacracy zertifizierten BeraterInnen, wie zum Beispiel Karin Reiter, die hier bei uns höchst interessante und kritische Einsichten in die Holacracy Ausbildung ermöglichte. Aber natürlich – und das ist gut so – gab es auch ein bisschen Gegenwind. Zwei Holacracy ExpertInnen waren und sind ganz anderer Meinung als ich. Der vielleicht führende deutsche Holacracy Experte Dennis Wittrock meldete sich hier im Blog mit einem Kommentar zu Wort, in dem er seine Sicht der Dinge darlegt. Und dann kam noch ein kritischer Kommentar. Und der hat mich motiviert, tiefer zu graben, zumal Dennis die Auffassung vertritt, dass mein Beitrag „an der Oberfläche von Vorverurteilungen und Pauschalisierungen dümpelt“.

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Holacracy. Vom Scheitern eines Betriebssystems.

2015 veröffentlichte Brian Robertson sein Buch „Holacracy. The new Management System for a Rapidly Changing World.“ Er setzte damit den Startschuss zu einem Hype, der bis heute anhält. Robertson schaffte es innerhalb kürzester Zeit, dieses angeblich „neue Management System“ diversen Unternehmen zu verkaufen und obendrein ein rigides System von Ausbildung und Zertifizierungen zu etablieren. Wer sich mit organisationaler Selbstorganisation und Neuer Arbeit nicht auskennt, mag glauben, dass da jemand mehr oder minder im Alleingang ein Organisationsmodell geschaffen hat, dass Management wie wir es bislang kennen, überflüssig macht und alleine durch die Implementierung zu mehr Agilität, Innovationskraft und Geschwindigkeit führt. Und natürlich noch die Potenziale und intrinsische Motivation der MitarbeiterInnen freisetzt.

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Radical Collaboration – Interview with Jim Tamm (Part 2)

When I spoke to Jim Timm, the author of Radical Collaboration, in early November, we still didn’t know that Donald Trump would be elected President just two days later. In the second part of our interview (find part one here), Jim takes a critical look at the curriculum of business schools across the world, gives examples of collaboration in the highly contested field of U.S. politics, and throws in some valuable tips as to what corporate leaders can do to foster collaboration in their organizations. Weiterlesen