Politik, Wahlen, New Work und Unternehmensdemokratie

Irgendwann, vor nicht allzulanger Zeit – das genaue Datum lässt sich nicht eruieren, es steht nämlich nirgends – erschien ein Blogpost von Lars Vollmer, Gründer des New Work Netzwerks intrinsify.me: „Schatz, wir müssen über Politik reden.“ Nein, natürlich geht es nicht um die Bundestagswahl. „Warum wir nicht ohne politisches Bewusstsein über Arbeit diskutieren können“ lautet der Untertitel. Das ist, passend zum anstehenden bundesweiten Gang zur Wahlurne, aus der Sicht von Suchmaschinenmarketing ein ganz exquisites Timing. Davon abgesehen ein klein wenig verwunderlich.

Denn es bedarf keiner Begründung, warum wir ohne politische Bewusstsein nicht über (Neue) Arbeit diskutieren können. Umgekehrt wird ein Schuh draus! Wer behauptet, die Debatte über Arbeit 4.0, Agilität, New Work, Selbstorganisation, selbstbestimmte Arbeit oder Unternehmensdemokratie könne auch nur im entferntesten in einem politisch antiseptischen Raum geführt werden, besitzt den intelektuell-kognitiven Reifegrad eines Grottenolms – oder hat ein einigermaßen skurriles Verständnis von Politik. Oder gibt sich mit Peanuts zufrieden. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich war selber mal so naiv. Irgendwann wurde sogar mir das klar – und deshalb hatte ich den Begriff Selbstorganisation durch Unternehmensdemokratie ersetzt. Ein klares Statement, erschienen am 08. September 2015: Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten.

Arbeit ist immer auch Politik

Früher dachte ich mal: Lass sie schwätzen, die Politiker, lass sie debattieren, bis da etwas bei rumkommt, sind meine Augen taub und meine Ohren blind (schon richtig so, ist ein Zitat). Statt an der gesamten Gemengelage etwas ändern zu wollen, sollten wir lieber die Ärmel hochkrempeln und so richtig unternehmerisch selbstbestimmt die Arbeitswelt revolutionieren, indem wir die Unternehmenskulturen und -strukturen so ändern, wie wir es in unseren Unternehmen für richtig halten. Hin zu Selbstorganisation, Agilität und dergleichen mehr.

An der Idee ist ja auch was dran. Sie suggeriert, dass wir genau das tun können. Und so die Welt verändern, ohne darauf warten zu müssen, bis die digitale Transformation bei Kanzlern, Ministern und deren bürokratischen Molochen angekommen ist. Klingt eben nach echtem Unternehmertum. Ist aber Bullshit. Zumindest wenn wir mehr wollen, als zwei, drei oder hundert Murkelbuden zu transformieren. Cave: In dem Satz stecken zwei maßgebliche Probleme, die wir ohne Politik nicht lösen können:

  1. Die Größe der Organisationen. Ab 100 Mitarbeiter*innen greift das Betriebsratgesetz und die nicht mehr ganz so winzige Bude wird zu bestimmten Formen institutioneller Mitbestimmung gezwungen. Was immer Du oder andere davon halten mögen – das ist im ersten Moment egal. Das Entscheidende: Es hat enorme Konsequenzen. Und die damit verbundenen bitter nötigen Reflexionen über eine Reform dieses Gesetzes ist wohl kaum ohne „politisches Bewusstsein“ zu leisten.
  2. Die Größe der Bewegung. Wenn wir uns daran machen wollen, mehr als Spurenelemente von Selbstorganisation etc. In die Arbeitswelt zu bringen, dann brauchen wir politischen Rückenwind. Die Sklaverei wurde nicht dadurch abgeschafft, dass ein paar Baumwoll-Großgrundbesitzer ihren Sklaven die Freiheit geschenkt haben. Es bedurfte einer Menge Schritte, bis die Legislative überhaupt tätig wurde bis hin zum verwirklichten Gesetz. Wohin diese Reise gehen könnte, zeigt die Gemeinwohlökonomie mit ihrem Ansatz steuerlicher Erleichterungen von Unternehmen, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen. Ein derartiger Ansatz ist ein typischerweise politikfreier Raum, gell?

Alleine diese beiden Punkte machen unmissverständlich klar, dass wir echt weit kommen, wenn wir uns um eine politische Auseinandersetzung herumdrücken, Politiker und Politik eine ordentliche Runde bashen und statt dessen wieder mal in die Hände spucken und einfach loslegen. Ohne diese von uns allen so entkoppelte elitäre Kaste. Hauptsache, wir unternehmen etwas. So hemdsärmlig wie möglich. Im Ernst: Allerspätestens jetzt sollte klar sein, dass wir ohne politisch zu sein und zu handeln vielleicht ein paar Geranientöpfe gewinnen, aber bestimmt nicht mehr. Denn es gibt noch einige fundamentale andere Aspekte, die es unmöglich machen, ohne „politisches Bewusstsein“ über Neue Arbeit oder die Zukunft der Arbeit nachzudenken:

  1. Institutionelle und freie Mitbestimmung
  2. Führungskräfte und Wahlen
  3. Führung und Eigentumsverhältnisse
  4. Haftung des Top-Managements
  5. Selbstorganisation und Rechtsformen
  6. Wirtschaft, Lobbyismus und Politik

Institutionelle und freie Mitbestimmung 

Eigentlich würde folgende Aufzählung reichen, um die politische Verflechtung zwischen (Neuer) Arbeit und Politik unwiderlegbar darzustellen: Mitbestimmungsgesetz (MitbestG), Montan-Mitbestimmungsgesetz (MontanMitbestG), Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) und natürlich zwangsläufig alle rechtlichen Rahmen von Kapitalgesellschaften, wie GmbH Gesetz (GmbHG), Aktiengesetz (AktG) und so weiter und so fort. Wie in aller Götter Namen soll da die Zukunft der Arbeit ohne Politik vonstatten gehen? Durch diese Brille betrachtet brauche ich gleich noch ein zweites Fragezeichen: ?

Wenn wir jetzt noch etwas weiter in die Mit- und Selbstbestimmung hinein zoomen, weicht die Verwunderung über eine mögliche Ignoranz politischer Verhältnisse einem krampfanfallartigen Kopfschütteln über den totalen Realitätsverlust der Politikverweigerer. Denn über die bescheidene Wirklichkeit eines jeden Betriebs hinaus wird in der breiten Fläche natürlich die Frage virulent, wie wir institutionelle (Betriebsrat, Wirtschaftsausschuss etc.) und freie Formen der Mitbestimmung (Führungskräftewahlen (s.u.), Einbindung der Mitarbeiter*innen in operative, taktische und strategische Entscheidungen) intelligent ausbalancieren oder das eine oder das andere (wieder) aufgeben. Sobald wir den Einzelfall eines Unternehmens verlassen sind diese Fragen – nun ja: Politik.

Führungskräfte und Wahlen

Am 04. September 2017 erschien in der Bonner Hauspostille „Der Generalanzeiger“ ein Bericht über die Führungskräftewahl der Telekom Kommunikationsabteilung. 140 Mitarbeiter*innen wählten 4 ihrer Kolleg*innen ins Führungsgremium. Auch das, will ich meinen, ist ein gänzlich unpolitischer Akt, bei dem man natürlich nicht im Geringsten von den tausenden gesellschaftspolitischen Wahlen weltweit lernen kann. Statt sich mit politischen Wahlen zu beschäftigen, sollten wir uns lieber ausschließlich in der Echokammer der New Work bewegen, sollten uns alleine auf das fokussieren, was im Kontext von Neuer Arbeit so ausprobiert, diskutiert und veröffentlicht wird.

Wenn wir das so angehen, scheint die Idee von Führungskräftewahlen bei oberflächlicher Recherche auf einmal total disruptiv. Was? Den Chef wählen, unglaublich. So was hat man ja noch nie gehört. Tatsächlich? Na ja, nicht wirklich. Wer sich ein bisschen umhört und liest, wird selbst in der Neue-Arbeit-Literatur fündig. Dann ist das Ganze auf einmal selbst bei der Ignoranz politischer Wahlen doch nicht ganz so überraschend und neu. Sobald wir aber den Blick weiten, erscheint die Wahl von Führungskräften nicht mehr im Geringsten revolutionär. Da stellt sich dann vielmehr die zentrale Frage, warum wir in einer halbierten Demokratie leben. Als Privatpersonen dürfen – und sollten – wir wählen. Uns wird zugetraut, die ungleich größere Komplexität gesellschaftspolitischer, globaler, geopolitischer und was sonst noch alles mehr Zusammenhänge zu durchdringen. Aber wenn es um Mitbestimmung und Mitgestaltung in Unternehmen geht, sind wir kollektiv zu blöd, diese deutlich überschaubareren Vernetzungen zu bedenken oder uns wird unterstellt, wir würden eine egozentrische Eigennutzenmaximierung verfolgen (basierend auf einem theoretischen Konstrukt, das empirisch längst widerlegt ist). Willkommen in der Welt der Politik.

Und damit haben wir sofort einen Strauß von Fragen in der Hand, mit dem wir unsere Unternehmen und Non-Profit-Organisationen noch viel weiter bringen können, als wenn wir Politik ignorieren: Wie genau wählen wir eigentlich? Wenden wir Mehrheitsprinzipien an wie bei gesellschaftspolitischen Wahlen? Oder drehen wir den Spieß um und messen den Widerstand gegenüber allen Kandidaten, was häufig zu ganz anderes Ergebnissen führt, als sich mit einer Pro-Stimme für einen Kandidaten entscheiden zu müssen. Und mal ganz grundsätzlich: Sind Wahlen überhaupt demokratisch? Gibt es vielleicht ganz andere Verfahren, um einen Chef (oder eine Kanzlerin) zu bestimmen? Genau das lässt sich mit Fug und Recht hinterfragen, wie ich bereits in meinem Blogpost „Wähl den Chef! Fortschritt oder Rückschritt?“ erläutert habe.

Führung und Eigentumsverhältnisse

Das ist aber erst der Anfang. Wir sind mit unserer Arbeit und unseren Führungskonzepten noch viel tiefer in Politik verstrickt. Denn zur Zeit haben wir die klare Rechtslage: Die Letztentscheidung, wie ein Unternehmen geführt wird, liegt immer bei den Eigentümern. Die Inhaberin einer GmbH führt entweder selbst ihr Unternehmen als Geschäftsführerin, oder sie hat, einem Prinzipal-Agenten-Modell folgend, einen Geschäftsführer für sich eingestellt. Aber dieser ist ihr gegenüber in der Verantwortung und wird nur solange in seiner Führungsrolle bleiben, wie er der Inhaberin Ergebnisse liefert, die ihr gefallen. Und wenn es Anteilseigner gibt, liegt die Macht bei den Shareholdern.

Im Rahmen dieses grundlegenden Verständnisses und seiner juristischen Ausgestaltung stehen wir dann schnell vor wiederum hochpolitischen Herausforderungen: Wie steht es denn um die Unternehmensdemokratie, die Neue Arbeit, das Arbeiten 4.0, wenn Eitel Sonnenschein vorbei sind und das Unternehmen in den Sturm der nächsten weltweiten Finanzkrise gerät? Werden dann die demokratisch gewählten CEOs einstweilen suspendiert und die Eigentümer übernehmen wieder das Ruder oder bestellen einen kompetenten, sturmerprobten HeldenHaudegen zum obersten Chef? Gemäß der Formel Sonnenschein = Demokratie, Sturm = Autokratie? Und wie könnten wir die Gestaltung der Machtverhältnisse anders regeln als heute, bei dem die Letztentscheidung eben immer beim Eigentümer liegt? Sollten wir das überhaupt? Oder ist doch alles schon klug und weise geregelt?

Mit dieser Eigentumsfrage ist eine weitere ultimative politische Weichenstellung verbunden: Die Vererbung von Unternehmen. Wir dürfen das. Aber sollten wir es einfach so zulassen? Wieso wird jemand zum Eigentümer eines Unternehmens, obwohl er oder sie vielleicht bis wahrscheinlich keinen großen Beitrag zum Aufbau des Betriebsvermögens beigesteuert hat. De vererbenden ursprünglichen Eigentümer*innen (=Gründer*innen) können wir ja mit einer gewissen Plausibilität zugestehen, dass sie ihren zumeist hochgradig fleißigen, oft sogar selbstausbeutenden Teil zum Betriebsvermögen beigetragen haben. Aber deren Kinder? Wieso dürfen die einfach qua Vererbung als neue Eigentümer im geltenden rechtlichen Rahmen das Geschick des Unternehmens frei Schnauze gestalten? Wie auch immer wir darauf Antworten, oder erst mal weitere Fragen suchen – was klüger wäre, als gleich reflexhaft konditioniert wie Pawlows Hund gleich die Antwort raus zu bellen – wir sind schon wieder auf Gedeih und Verderb im Reich der Politik angelangt.

Haftung des Top-Managements

Neben der Eigentumsfrage ist die Problematik der juristischen Verantwortung der Unternehmensführung im Sinne der damit verbundenen Haftungsfrage wahrscheinlich das Kernproblem bei der Innovation zukünftiger Arbeitsverhältnisse. Irgend jemand muss „am Ende des Tages“ die Verantwortung für etwaige Schwierigkeiten übernehmen, die durch unternehmerische Entscheidungen entstanden sind. Wenn wieder mal eine Fabrik in Bangladesch zusammenbricht und abfackelt und einige der ärmsten in der kapitalistischen Hackordnung jämmerlich verrecken; wenn wieder mal rund 800 Millionen Liter Erdöl in eines unserer Meere entweicht und Schäden für die Gemeinschaft in Milliardenhöhe verursacht; wenn – täglich Brot – wieder mal eine Insolvenz verschleppt wurde: Dann muss und sollten der oder die Verantwortlichen dafür gerade stehen.

Das ist heute durchaus geregelt, wenn auch mehr schlecht als recht, denn oft genug gehen die Verantwortlichen dann doch nicht ins Gefängnis und kriegen eine Menge Freizeit geschenkt, in der sie zur Abwechslung ausgiebig ihr Verhalten reflektieren könnten. Allerdings sind diese und andere Haftungsfragen in einem immer noch sehr konservativ traditionellen Verständnis geregelt. Die Grundlage der heutigen Lösung besteht bis heute in der tayloristisch-fordistischen Aufbau- und Ablauforganisation. Andere Organisationsmodelle wie BetaCodex, Holacracy,  Soziokratie 3.0 oder das Viable System Model sind der Legislative vermutlich nicht einmal bekannt.

Womit wir schon wieder in der Politik sind. Denn wenn wir Mit- und Selbstbestimmung, wenn wir Selbstorganisation dauerhaft stabil und krisenrobust in Organisationen verankern wollen, dann brauchen wir Antworten auf die Risiken dieser neuen, eben genannten Organisationsmodelle. Und die bekommen wir nicht, indem wir uns in einem Barcamp auf die Schultern klopfen und uns einig sind, dass New Work doch viel menschenwürdiger ist als industriell-standardisiertes Top-Down. Wir müssen einen Diskurs mit den verantwortlichen Politiker*innen und Institutionen beginnen. Wir müssen vordringen bis in die Legislative.

Selbstorganisation und Rechtsformen

Alle Gründer*innen müssen sich irgendwann die Frage der Rechtsform ihres zukünftigen Unternehmens stellen: GmbH, GmbH & Co. KG, OHG, AG etc. Jede Rechtsform hat ihre Vor- und Nachteile. Sie alle liegen in kodifizierter juristischer Form vor. Sie alle wurden irgendwann durch unsere Legislative entwickelt und dann politisch beschlossen. Sie alle sind das Ergebnis eines bestimmten gesellschaftlichen Zeitgeists mit seinen je typischen mentalen Modellen, Grundannahmen und atmosphärischen Gegebenheiten. Diese Gesetze sind nicht vom Himmel gefallen, sie sind das Produkt unserer Gesellschaft und unser aller politischer Anteilnahme.

Diese Rechtsformen haben selbstredend einen massiven Einfluss darauf, wie wir Arbeit zukünftig anders und neu und doch juristisch konform gestalten können.  Nur ein Beispiel aus „Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten“: Die Volksbank Heilbronn schuf zum 01. Januar 2011 alle Hierarchieebenen ab – bis auf den Vorstand. Der musste bekanntermaßen bei einer eingetragenen Genossenschaft (e.G.) beibehalten werden. Weil wir natürlich wiederum die Haftungsfrage klären müssen. Ergo wird es zukünftig solange mindestens zwei bis drei formal-fixierte Hierarchieebenen geben, bis wir die Rechtsformen und die Haftungsfragen an neue Formen der Aufbau- und Ablauforganisation angepasst haben.

Wirtschaft, Lobbyismus und Politik

Last not least kommen wir nicht umhin, neben all diesen Fragen und den damit verbundenen Herausforderungen die ohnehin vorhandene Verbindung von Wirtschaft und Politik in die Diskussion um die Zukunft der Arbeit mitzubedenken: Lobbyismus. Ganze Wirtschaftszweige und Branchen geben Milliarden dafür aus, ein für sie günstiges politisches Klima und entsprechend gewinnmaximierende Gesetzgebungen zu gestalten. Hunderte von Unternehmen sorgen mit ihren Lobbyisten dafür, das Arbeit und Wirtschaft fundamental mit Politik vernetzt ist.

Wiederum mögen wir davon halten was wir wollen. Es wird nichts daran ändern, dass Arbeit und Wirtschaften ohne Politik nicht denkbar ist. Wenn wir morgens die Pforten zum Arbeitgeber durchschreiten, betreten wir immer auch eine politische Bühne. Wir alle sind in dem Fall Teil eines Systems, das nur verständlich und weitreichend gestaltbar wird, wenn wir Politik mitdenken; wenn wir – in den Worten von Lars Vollmer – eben ein politisches Bewusstsein mitbringen und nicht so tun, als könnten wir diesen Teil einfach ignorieren, um ganz pragmatisch die Zukunft der Arbeit zu formen.

Wir sind als Bürger und Unternehmensbürger (Thomas Sattelberger) gefragt, eine Position zu beziehen. Wir sind dazu aufgefordert, uns eine Meinung zu bilden – wenn wir gestaltend agieren wollen, statt nur zu reagieren und Dienst nach Vorschrift abzufeiern. Letzteres können wir natürlich tun. Das Recht auf Selbstbestimmung umfasst auch das Recht, sich fremdbestimmt sein Arbeitsleben vorschreiben zu lassen. Aber dann sollten wir sofort aufhören, rumzujammern, über „die da oben“ zu lästern oder uns aufzuregen. Dann gilt in Variation Dieter Nuhrs Bonmot: Einfach mal (die) Fresse halten.

Zukunft der Arbeit als politisches Programm

Als ob all das noch immer nicht reichen würde: Jede Partei positioniert sich auf die eine oder andere Weise zur Zukunft der Arbeit. Wer sich also für dieses Thema interessiert und irgendwie an dessen Gestaltung teilhaben will, kann nicht anders, als sich grundsätzlich mindestens diese Fragen zu stellen: Will ich wählen oder nicht? Wenn ich wählen gehe: Welche Partei will die Zukunft der Arbeit wie gestalten? Wer die Zukunft der Arbeit ernst nimmt und nicht bloß mit palavert weil es gerade en vogue ist, muss sich somit zwangsläufig aufgrund dieser weiteren Verbindung zwischen Arbeit und Politik den einen oder anderen Gedanken machen.

Summa Summarum: Die Zukunft der Arbeit kann nicht ohne Politik verhandelt und entwickelt werden. Das muss nicht belegt werden, sondern die Vorstellung, dies ohne Politik erreichen zu können.

 

Herzliche Grüße

Andreas

 

Bildnachweis

  • Beitragsbild: BlueFish, gemeinfrei
  • Angela Merkel: Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0 de
  • BetriebsratAchim Hepp, CC BY-SA 2.0
  • Wahlen: Alexander Hauk, www.alexander-hauk.de, freie Nutzung
  • Cover „Alle Macht“: Murmann Publishers

 

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