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Demokratie ist mehr als nur „abstimmen“. Was Unternehmens- demokratie von der Politikwissenschaft lernen kann. #2

Dies ist der zweite Teil des Beitrags „Demokratie ist mehr als nur abstimmen“. Unser Gastautor Thomas Michl erläutert, warum die Thematik dieses Zweiteilers überhaupt wichtig ist, wie Demokratie im Einklang mit Effektivität und Effizienz steht, beschreibt Unternehmen kurz als komplexe Systeme und warum Unternehmensdemokratie einen passenden Rahmen für Entscheidungswerkzeuge darstellt, die zur Komplexität der Organisationen und ihrer Umwelten passen.

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Demokratie ist mehr als nur abstimmen. Was Unternehmens- demokratie von der Politikwissenschaft lernen kann. #1

Schon seit geraumer Zeit beobachte ich mit großem Interesse die Diskussion um die Thematik der Unternehmensdemokratie. Oft stört mich an der Diskussion eines im besonderen Maße: Unabhängig, ob Befürworter oder Kritiker – beide Seiten neigen dazu, den Demokratiebegriff – ich will nicht sagen zu verstümmeln – aber zumindest zu verkürzen und zu reduzieren. Natürlich mag der eine oder andere einwenden, dass die politikwissenschaftliche Verwendung des Demokratiebegriffs nicht ohne Weiteres auf den Unternehmenskontext übertragbar ist. Ich persönlich vertrete jedoch eine andere Auffassung, die auch von Andreas Zeuch geteilt wird.

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Unternehmen wollen Demokratie stärken

Vor knapp zwei Jahren begann ich damals zur Veröffentlichung meines letzten Buchs „Alle Macht für niemand“ dieses Blog. Vermutlich haben es die meisten nicht gemerkt: Damals kannte Google noch nicht mal den Begriff „Unternehmensdemokratie“. Wer ihn googelte bekam die Rückfrage: „Meinten Sie „Unternehmen“, „Demokratie“?“ Nein, Google, ich habe mich nicht vertippt. Und ich habe auch keinen neuen Begriff erfunden (denn den gab es schon vor mir, allerdings habe ich einen Beitrag zu einem besseren Begriffsverständnis geliefert). Und so machte ich mich mit Geduld und einem gutem SEO Berater daran, Google den Begriff Unternehmensdemokratie beizubringen. Das war damals. Heute findet Google in 0,47 Sekunden 7320 Einträge, was im Google Kosmos so gut wie nichts ist – aber immerhin, besser als „Meinten Sie… ?“ Und dann waren da noch all die polemischen Bemerkungen nach Vorträgen oder Workshops, mit einem Unterton von „wie blöd oder naiv sind sie eigentlich?“. Abgesehen von dem projektiven Charakter der zumeist sachlich falschen Pöbeleien („alles ein alter Hut“ etc.) war es beruhigend zu wissen, dass ich beinahe mit den immer gleichen einfallslosen Einwänden rechnen durfte und sehr selten mit einer originellen Argumentation konfrontiert wurde, über die es gelohnt hätte, nachzudenken. Und heute, nicht mal zwei Jahre später? Machen sich Unternehmer stark für Demokratie.

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