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Der Preis der Disruption

Disruption! Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, das man dem Tinnitus nahe ist: Alte, Jahrzehnte erprobte Industrien werden von den jungen disruptiven Innovatoren bedroht. Es sei fraglich, ob sie den Anschluss an sich radikal verändernde Märkte noch schaffen und die nächsten 20 oder 30 Jahre überleben. In diesem Zusammenhang fallen dann Namen wie Tesla und Uber ebenso sicher wie das Amen in der Kirche. Passt ja auch, zumal das Ganze Innovationsevangelistentum dank neuer, innovativer Jobtitel (Chief Innovation Evangelist) eine nachweislich religiöse Angelegenheit ist. Ergo werden entsprechenden Innovations-Bergpredigten gehalten, und der neue Messias tritt gleich in verschiedenen Gestalten auf. Elon Musk, ein Wunder, dass er nicht über Wasser laufen kann. Und Trevor Kannick hat ein so herrlich innovatives Führungsverständnis als kapitalistischer Möchtegern-Tyrann, dass ihm alle Rendite geilen Investoren die  Milliarden persönlich hinterhertragen. Mal ganz abgesehen davon, ob sich die permanenten Disruptionsbeschwörungen am Ende als richtig erweisen werden, stellt sich noch eine Frage, die bislang viel zu wenig diskutiert wird: Welchen Preis hat alleine nur der Versuch echter marktverändernder Innovationen?

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Innovationsklassen und Führungsmodelle

Vor einigen Wochen erklärte mir Prof. Tim Bruysten das von ihm entwickelte Innovationsklassen-Modell bzw. den daraus resultierenden Innovationspfad. Die Idee dahinter: Klarheit in die Diskussion hinsichtlich des Begriffs Disruption zu bringen, der allzu leicht von sogenannten digitalen Evangelisten (oder sonstigen „Isten“) verbreitet wird.

Auf dieser Basis habe ich den Versuch gewagt, verschiedene Führungsmodelle zuzuordnen. Der Endlichkeit dieses Vorhabens bin ich mir dabei bewusst und ich erhoffe mir sogar Widerspruch.

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Relevante Muster brechen!

Dies ist ein Musterbruch. Genau genommen, sind es sogar zwei. „Wieso?“, mögt Ihr Euch fragen. Vielleicht merkt es der eine oder die andere ja, vielleicht auch nicht. Also, um Euch nicht allzulange im Dunkeln tappen zu lassen, jetzt, wo die Tage wieder kürzer und die Nächte länger werden: Bisher habe wir die Blogposts immer Montags und Donnerstags veröffentlicht. Und heute ist Freitag. Got it? „Ach herrje, was soll denn der Quatsch!“, höre ich den einen oder die andere im Geiste sagen, oder – bei besonderer Empörung ob des Zeuch’schen Unfugs – sogar laut vernehmlich. Aber nein, Es hat sich sogar etwas dabei gedacht. Ja, richtig: Es nicht Ich. Denn bis zu dem Moment, an dem ich sechs Zeilen weiter oben anfing zu schreiben, hatte ich keine Idee, worin mein Beitrag zur Blogparade des PMCamps Dornbirn 2015 bestehen könnte. Und plötzlich, aus dem Nichts heraus, ploppte aus meinem Unbewussten die Idee dieses Musterbruchs hervor. Und warum das, wie mein Ich jetzt findet, absolut sinnvoll ist und worin der zweite Musterbruch liegt, folgt nach dem Klick auf das rote „Weiterlesen“…

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