Beiträge

Arbeitszufriedenheit und Leistung

Hängen Arbeitszufriedenheit und Leistung zusammen? Leistet mehr, wer zufriedener bei der Arbeit ist? Davon gehen jedenfalls viele VertreterInnen Neuer Arbeit aus. Da macht es natürlich was her, wenn wir plötzlich zeigen könnten, dass es da keinerlei Zusammenhang gibt. Und siehe da: Natürlich findet sich auch dazu etwas: Die Beraterin und Autorin Svenja Hofert berichtet über eine Metastudie, die klarstellt, dass es keinen überzufälligen Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Leistung gäbe. Das provoziert mich natürlich sofort. Und zwar in zweifacher Hinsicht: Erstens wurde sowohl bei den Studien, die in der Meta-Studie untersucht wurden, als auch in der Meta-Studie selbst mehrere zentrale Aspekte nicht beachtet. Das führt logischerweise zu dem genannten Ergebnis. Zweitens, und das ist mindestens ebenso wichtig, wurde von den Forschern eine zentrale Frage nicht gestellt, die ich mittlerweile wesentlich wichtiger finde, als alle Leistungsbeurteilungen: In welcher Welt wollen wir leben?

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Automatisierung. Und wo bleibt die wesentliche Frage?

Automatisierung ist auf dem Vormarsch. Immer mehr menschliche Arbeit wird durch Robotik ersetzt. In manchen Bereichen ist dies wünschenswert, denn wer hat schon Spaß an stupider, häufig gefährlicher und gesundheitsschädigender Arbeit? In anderen Bereichen sieht das ganz anders aus. Zunehmend öfter kommen auch Berufe in den Sog der Automatisierung, die wir klassischerweise als Wissensarbeit bezeichnen würden. Da sollen bald Ärzte und Berater durch künstliche Intelligenz und Robotik ersetzt werden.

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Über das Verhältnis von Menschenbild und Arbeit

 

Der Begriff des Menschenbildes wird im New Work Umfeld häufig verwendet, da das Menschenbild arbeitswissenschaftlich die elementare Grundlage zur Bewertung von Arbeitsgestaltungsmaßnahmen darstellt. Meines Erachtens kann man es drehen und wenden wie man will: Jede Diskussion über neue Formen der Wertschöpfung erledigen sich, solange vorab kein basales Verständnis über das Wertefundament erzielt ist. Wer Arbeit neu definieren möchte, muss zwingend über das zugrundeliegende Menschenbild sprechen.

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Die neuen Labore für Wertschätzung und Sinn

Auf meinen Post aus der vergangenen Woche erreichten mich viele interessante Reaktionen. Die Meinungen gingen dabei weit auseinander. Einige Kommentatoren sprachen den VertreterInnen der Generation Y die ihr nachgesagten Besonderheiten ab; die Millennials trachteten im Durchschnitt genauso nach Sicherheit und Stabilität wie ihre Vorgänger. Andere sahen in den Digital Natives hingegen eine Altersgruppe mit außergewöhnlich hohem Veränderungspotenzial. Notfalls müsse diese die Generation ihrer Eltern zum Wohl aller auch „überholen”. Sowohl in der Wirtschaft als auch in der Gesellschaft insgesamt gehe es schließlich darum, mehr Wertschätzung, Demokratie und Nachhaltigkeit zu erreichen. Weiterlesen

Was ist Unternehmenserfolg?

Wer sich mit der Demokratisierung von Unternehmen auseinandersetzt, muss sich natürlich auch fragen, was für sie oder ihn eigentlich Unternehmenserfolg bedeutet. Schließlich schwebt die ganze Zeit über der wirtschaftliche Misserfolg wie ein Damoklesschwert über der Unternehmensdemokratie. Die ist dann lupenrein monokausal dafür verantwortlich, dass morgen die Tore der Fabrik geschlossen werden müssen oder dass das quirlige Software Start-up die ersten drei Jahre leider nicht überlebt hat und all die hübschen Macs in die Insolvenzmasse übergehen. In diesen Bildern, in diesem mentalen Modell darüber, was Unternehmenserfolg bedeutet, steckt eine pathogene Reduktion des unternehmerischen Erfolgsbegriffs. Denn Unternehmenserfolg ist nicht objektiv auf wirtschaftlichen Erfolg herunter zu brechen. Im Folgenden meine Suche nach einer Antwort, unzulänglich freilich, aber immerhin. Diskussion erwünscht.

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