Beiträge

Reinventing Organizations. Ein Transformations-Placebo?, Teil 1

Schon einmal war hier auf diesem Blog die Rede von Frederic Laloux’s Bestseller „Reinventing Organizations“. Das Thema ließ mich nicht los und ich grübelte weiter über die Grundlagen und Ableitungen von Laloux und das ursprünglich verspürte Unbehagen wurde immer stärker. Daher beschlossen Andreas und ich genauer hinzusehen und in einem zweiteiligen Artikel unsere Kritik auszuformulieren. Im ersten Teil geht es um das Fundament von Laloux’s Werk: Die Integrale Theorie von Ken Wilber und Spiral Dynamics von Don Beck.

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Das Viable System Model und Unternehmensdemokratie

Dies ist der Beginn einer Artikelserie über das Modell für lebensfähige Systeme (Viable System Model) und den darin enthaltenen nützlichen Einsichten für komplexe Organisationen – und übrigens mein erster Post als neuer Autor im Team. 🙂 

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Anweisung verringert Motivation

Vielen ist es bekannt, das äußerst denkwürdige Experiment von Stanley Milgram, das nun über ein halbes Jahrhundert zurückliegt: Seinerzeit untersuchte der amerikanische Psychologe die Bereitschaft von Menschen, andere körperlich zu verletzen und ihnen starke Schmerzen zu bereiten. Im Ergebnis verabreichten damals rund zwei Drittel der Probanden anderen Menschen vorgeblich lebensbedrohliche Elektroschocks. Sie führten die Anweisung sogar dann weiter aus, wenn sie die gespielten Schmerzensschreie aus dem anderen Raum hörten. Menschen folgen also Autoritätspersonen weit über die eigenen moralischen Grundsätze hinaus. Infolgedessen ergab sich eine bedeutsame Frage: Warum setzen Anweisungen und Befehle sogar tiefe Moralvorstellungen außer Kraft? Verschiedene nach der Milgram Studie folgende Experimente machten klar, dass sozialer Druck dafür verantwortlich ist. Und nun zeigt eine aktuelle Untersuchung, dass die Ausführung einer Anweisung sogar neuronale Konsequenzen hat und das subjektive Erleben der angewiesenen Handlung im Vergleich zu selbstbestimmtem Agieren massiv verändert.

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Neue Studie über Arbeitszufriedenheit

Arbeitszufriedenheit als Anlass: Im Januar 2010 entschieden sich Dom Jackman und Rob Symington, etwas Anderes zu machen. Sie arbeiteten bis dahin in klassischen Jobs in London, hatten aber die Nase voll und wollten eine auch aus ihrer Sicht bedeutungsvolle Arbeit. Also begannen sie nach Lösungen zu suchen. Am Anfang stand der Gedanke, eine Gemeinschaft Gleichgesinnter aufzubauen, erst danach sollte daraus ein Geschäftsmodell entstehen. Sie begannen, wie sie selbst auf ihrer Homepage „escape the city“ schreiben, klein, indem sie am Anfang von ihrem Küchentisch aus arbeiteten und ihren mittlerweile überregional erfolgreichen Montags-Newsletter aufbauten. Dort beschrieben sie jeweils die besten 10 Möglichkeiten, etwas anderes zu machen. Daraus entwickelte sich bis heute ein Unternehmen, dass Menschen dabei unterstützt, aus ihrer frustrierenden Arbeit auszusteigen, um eine neue, häufig selbstständige Tätigkeit zu finden und zu entwickeln.

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