Einträge von Andreas Zeuch

Mitbestimmung neu erfinden

Mitbestimmung: Das, was wir heute mit Selbstorganisation im Zusammenhang mit Agilität, Augenhöhe oder New Work beschreiben, läuft bekanntermaßen schon seit Jahrzehnten in etwas anderer Variation unter dem Begriff Mitbestimmung. Allerdings ist der im Gegensatz zum systemtheoretisch wissenschaftlichen Begriff der Selbstorganisation politisch und ideologisch aufgeladen, wie ich das schon in meinem Beitrag über die Beiden Begriffe Unternehmensdemratie […]

Selbstbestimmung. Mitbestimmung. Fremdbestimmung.

Heute versuche ich einmal mehr, ein bisschen Ordnung ins begriffliche Durcheinander der neuen Arbeitswelt zu bringen. Neben all den Buzzwords wie Agilität, Augenhöhe, New Work, Purpose Unternehmen und so weiter werden auch andere Begriffe meistens unsystematisch genutzt. Dazu gehört für mich die Trias Mitbestimmung, Selbstbestimmung und Fremdbestimmung.

Empathie. Ein ambivalentes Element der Unternehmensdemokratie.

Empathie: Nachdem ich im Sommer 2016 nach Berlin umgezogen bin, begann ich, meine Netzwerke nach Kontakten in meiner neuen Wahlheimat zu durchstöbern. Und so bin ich wieder auf Dr. Eva Köppen gestoßen, die ein durchweg spannendes Profil aufweist: langjährige Forschung im Stanford Design Thinking Research Program, Forschung zu Transformationsprozessen in internationalen Organisationen, freiberufliche agile Coach […]

Sinnlos über Sinn sinnieren

Am 28. April diesen Jahres erschien ein relativ ausführlicher Artikel über Sinn in der Arbeit im Hansblatt. Also nicht in einem der alternativen Wirtschaftsmagazine, sondern in einer der deutschen Wirtschaftstraditionszeitungen. Sinn oder Purpose auf Neudeutsch ist im Mainstream als Thema angekommen. Dazu passt ein Interview mit Birger Priddat, Seniorprofessor und Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre und […]

Umfrage zum Stand der Selbstorganisation in deutschsprachigen Unternehmen

Agilität, Mitbestimmung, Neue Arbeit / New Work, Partizipation, Selbstorganisation, Unternehmensdemratie – die aktuellen Buzzwords suggerieren etwas, von dem wir bei priomy nicht wirklich glauben, dass die Arbeitswelt schon soweit transformiert ist. Deshalb haben wir uns was einfallen lassen – eine Umfrage zum Stand der Selbstorganisation in deutschen Unternehmen.

Tempolimit, Fleischkonsum und falsch verstandene Freiheit

In den letzten Jahren bis Monaten wurden ein paar Themen zu echten Reizwörtern – und dazu gehört auch das aktuell heiß diskutierte Tempolimit auf deutschen Autobahnen sowie – schon viel länger – unser täglich Fleischkonsum. Ich habe mir jetzt lang genug so manche Meinungsäußerung angehört und mich selbst bislang bestenfalls im einen oder anderen Tweet […]

Privatisierung. Das Märchen von mehr Effizienz.

Früher oder später wird uns immer wieder dasselbe Märchen aufgetischt. Privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen seien viel effizienter als staatliche Betriebe. Schließlich müssen sie sich der Marktwirtschaft aussetzen und könnten kraft ihrer potenten Geschäftsmole viel eher eine stabile Wirtschaftlichkeit entwickeln, alles angeblich zum Nutzen der Kunden. Staatsbetriebe wären indes nur Subventionen verschlingende Misswirtschaft. Denkt doch bitte einfach […]

Digitale Transformation: Ernüchternde Capgemini Studie

Letztes Jahr veröffentlichte Capgemini eine Folgestudie zu einer bereits 2012 erstmals von ihnen durchgeführten Untersuchung. Aktuell wird erwartet, dass die Investitionen in die zur digitalen Transformation nötigen Technologien wie Hard- und Software und Services die zwei Billionen Dollar Marke übertreffen. Damit sei das Investitionsengagement zum Aufbau der nötigen Infrastruktur wohl kaum fraglich. Erschreckenderweise gelingt es […]

Mitarbeitende oder Kunden – wer ist wichtiger? Eine Replik

Letzte Woche veröffentlichte hier mein geschätzter Gastautor Michael Schenkel seinen Beitrag zur Frage, ob Mitarbeitende oder Kunden wichtiger für den Erfolg des Unternehmens seien. Er hat damit dankenswerter Weise eine wichtige Frage Neuer Arbeit aufgeworfen. Allerdings komme ich zu einem anderen Ergebnis als Michael. Seine Einsicht bringt er selbst kurz und prägnant auf den Punkt: