Bleib mir weg mit Blockchain (Teil 2): Warum Kryptowährungen bisher lediglich Spekulationsobjekte waren

Rein technisch gesehen ist die Blockchain ein ziemlich brillantes Konzept, wie ich im letzten Artikel kurz skizziert habe. Und trotzdem würde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Sie noch in keinem Supermarkt mit Bitcoin bezahlt haben. Denn aktuell sind Kryptowährungen in erster Linie Spekulationsobjekte.

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Beitragsbild New Work Kompass

New Work: Kompass für die neue Arbeitswelt – eine Replik

New Work: Vor einiger Zeit stolperten wir über den „Kompass für die neue Arbeitswelt“ von Mark Poppenborg, Mitgründer und Inhaber der intrinsify.me GmbH. Was wir da lasen – nun ja – überraschte uns. Genau genommen mussten wir uns ein wenig die Augen reiben, um sicherzugehen, dass da auch das steht, was wir glaubten gelesen zu haben. Und dann redeten wir, diskutierten, hinterfragten und reflektierten – wie wir das in unserer kleinen priomy-Bude immer tun. Herausgekommen ist ein Dialog, der im Sinne eines kritischen Diskurses unsere Sicht der Dinge darlegt. Denn „die neue Wirtschaft“, New Work, Agilität oder wie immer wir das Kind nennen, braucht genau das. Aber Achtung: Dieser Beitrag ist recht ausführlich. Das ist der Tatsache geschuldet, dass wir versucht haben, einigermaßen gründlich auf das einzugehen, was wir teils äußerst fragwürdig an dem Kompass finden.

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CSR reloaded – oder die Stadt der weißen Männer

„CSR beschreibt die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen in Umwelt und Gesellschaft.“ – Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz gelesen, selbst geschrieben oder ausgesprochen habe, vermutlich unzählige Male im Laufe der letzten 6 Jahre.

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Symbolbild Blockchain

Bleib mir weg mit Blockchain (Teil 1): ein Überblick für Leute, die sich eigentlich nicht dafür interessieren

Hast Du schon mal von Blockchain gehört? Nein? Dann vorab erst einmal herzlich willkommen auf der Erde. Kurz zur Erklärung: Blockchain ist so ähnlich wie die Hochzeit von Harry und Megan. Milliarden Menschen schauen zu, aber einen echten Mehrwert haben nur die, die auch daran beteiligt sind.

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Symbolbild Blockchain

Blockchain und Unternehmensdemokratie

Blockchain – meine Googlesuche ergab in 0,36 Sekunden 124 Millionen Treffer. Diese Technologie hat also offensichtlich zumindest im Netz schon nach rund zehn Jahren erhebliche Spuren hinterlassen. Aber nicht nur dort. Sicher hast Du den Hype um eine Ausprägung der Blockchain mitbekommen: Bitcoins. Die immer wieder in allen möglichen Medien dargestellte „Achterbahnfahrt“ dieser Kryptowährung, die mittlerweile längst zu einem weiteren schnöden Spekulationsobjekt verkommen ist. Aber was hat die dahinterliegende Technologie, das Rückgrat, der Herzschlag des Ganzen, die Idee der Blockchain mit Unternehmensdemokratie zu tun? Eine ganze Menge, wie wir meinen!

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The worst practice is to follow the best practice

„The worst practice is to follow the best practice“. Mit diesem zugegebenermaßen etwas provokanten Tweet stieß ich eine kleine aber feine Diskussion bei Twitter los, deren Ergebnisse ich hier teilen und weiter- bzw. zusammenführen möchte. Inhalt der Diskussion waren der Wunsch nach Best Practices und seine Gefahren – viel Spaß beim Lesen und Mitdenken!

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Wie Sparpolitik zu rechtem Wählerverhalten führt

Sparpolitik. Am 30. Januar 1933 war es soweit: Hitler kam an die Macht und wurde zum Reichskanzler ernannt. Es war der formale Beginn einer heraufziehenden apokalyptischen Zeit. Durch die Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes am 24. März desselben Jahres sowie das am 01. Dezember 1933 in Kraft getretene „Gesetz zur Sicherung der Einheit Partei und Staat“ vollzog sich der Umbau zum totalitären Einparteienstaat in großer Geschwindigkeit. Die bisherige Lesart lag vor allem in den Auswirkungen des Versailler Vertrags, der großen Depression und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit, die zum geschichtsverändernden Aufstieg und Erfolg der NSDAP beitrug. Vor knapp einem Jahr publizierte indes eine internationale Forschergruppe (Universität Bocconi, University of California, London School of Hygiene & Tropical Medicine) eine Untersuchung, die einen anderen Zusammenhang herausarbeitet, der gerade für unsere heutige Zeit und den international erstarkenden Rechtspopulismus äußerst interessant ist: „Austerity and the rise of the Nazi Party“.

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Dominanzverhalten

Dominanzverhalten in Teams und Organisationen

Die Internet-Recherche zu diesem Blogartikel irritierte mich. Dass ich bei Suchbegriffen zu dominantem Verhalten zunächst einmal auf zahlreiche Angebote von Dominas stoßen würde, hatte ich schon fast vermutet. Dass in zweiter Linie auch allerlei Artikel und Beiträge von Hundehaltern und Tierflüsterern auftauchten, war mir schnell verständlich. Dass es dann aber schon dünn werden würde, hatte ich nicht erwartet. Ist dieses Thema bei Menschen – außerhalb von Paarbeziehungen – tatsächlich so unerforscht? Der Fund der Disseration „Dominanzverhalten in Teams: Dominanzarten und Dominanzkreisläufe“ von Matthais Benjamin Ballweg, scheint mir dass zu bestätigen. Er weißt mehrfach in seiner Doktorarbeit darauf hin, dass es in der Dominanzforschung noch viele offene Fragen gibt. Die Ausführungen zum Thema fand ich allerdings interessant. Sie gaben mir ein solides Fundament, um darauf weiter zu denken und eröffneten mir einige neue Perspektiven auf die Psychologie dieses Verhaltens – hinterließ aber auch viele weitere offen Fragen. Das alles in einem Artikel aufzuarbeiten wäre zuviel, daher, beginne ich in diesem Beitrag mit der Zusammenfassung einiger Grundlagen auf Basis der Dissertation.

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Facebook, Google & Co.: Kontrolle und Vorhersagbarkeit als Kernleistung

Ist es nicht erstaunlich, wie schnell Firmen wie Google und Facebook zu einer extremen Marktmacht kommen konnten? Ist es nicht verwunderlich, wie Facebook, ohne zu Beginn einen klaren und nachweislichen Return on Invest darstellen zu können, Milliarden an Investitionsgeldern ergattern konnten? Und das, obwohl die Dienstleistung von Anfang an auch noch kostenfrei angeboten wurde und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kostenlos bleibt (denn welche User würden jetzt plötzlich 4,99 € im Monat zahlen?). Und ist es nicht faszinierend, dass Kapitalgeber und Analysten diesen geradezu winzigen Unternehmen (gemessen an den Mitarbeiterzahlen von Konzernen VW mit über 642.000 Mitarbeitern) auf dem Aktienmarkt einen Wert zuschreiben, der relativ weit über das hinausgeht, was die physische Produktionsbetriebe an Wert kumuliert haben?

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Auswirkung von Großraumbüros auf Interaktion und Kommunikation

Ist es nicht naheliegend, dass in Großraumbüros ohne trennende Wände eine offenere Kommunikation stattfindet, als in den üblichen abgeschlossenen Büros? Zumindest scheint dies eine der üblichen Grundannahmen bei der Neugestaltung von Arbeit zu sein. Viele Firmen reißen Wände nieder, um mehr und bessere Zusammenarbeit zu erwirken, kollektive Intelligenz zu entfachen  und damit gleich noch eine starke symbolische Botschaft zu senden. Bislang wussten wir aber nicht, ob dieser augenscheinvalide Zusammenhang auch einer strengen wissenschaftlichen Prüfung standhält. Und siehe da: Vor kurzem erschien eine Studie, die recht profund zeigt, dass die persönliche Kommunikation signifikant abnimmt. Die Untersuchung hat allerdings auch einen Haken, der den bisherigen Journalist*innen nicht aufgefallen ist.

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