Aus dem Leben eines Interimmanagers: Fall #3, Teil 2

Letzten Montag erschien der erste Teil eines weiteren spannenden Falls des Interimmanagers Bodo Antonic. Aufgrund der Länge haben wir ihn in 2 Teile aufgegliedert. Hier nun Teil 2.

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Aus dem Leben eines Interimmanagers: Fall #3, Teil 1

Hier nun der dritte spannende Fall des Interimmanagers Bodo Antonic mit einer anregenden Reflexion über das Zusammenspiel demokratischer und klassisch hierarchischer (Unternehmens)Führung. Am Montag erscheint dazu Teil 1, am nächsten Montag die Fortsetzung Teil 2.

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Ist Selbstorganisation eine Frage der Reife?

Am 15.08. erschien im Handelsblatt der Beitrag Die traurige Illusion hierarchieloser Organisationen von Matthias Kolbusa. Dort entfaltet er seine zentrale Annahme, dass Selbstorganisation bei den Akteuren einer Organisation eine gewisse Reife voraussetzt, die durch die Selbstorganisation an sich nicht erreicht werden könne. Als Frage formuliert ist dies zweifelsfrei ein wichtiger Aspekt, mit dem sich Organisationen auseinandersetzen müssen, wenn sie nachhaltig erfolgreiche Selbstorganisation erreichen wollen. Die Darstellung des Autors steht hingegen auf wackeligen Beinen.  Weiterlesen

Boeing. Gewinnmaximierung als ökonomische Selbstverstümmelung.

Boeing: Es sind zwei Luftfahrtkatastrophen, die zu denken geben: Am 29. Oktober 2018 stürzte zuerst eine Boeing 737 MAX 8 der Luftfahrtgesellschaft Lion-Air kurz nach dem Start vom Flughafen Jakarta ab. Alle 189 Passagiere starben. Wenige Monate später, am 10. März 2019, stürzte eine Maschine des selben Typs der Ethiopian Airlines ab, diesmal kamen 157 Menschen ums Leben. Durch diese beiden Fällen kamen immer mehr Einzelheiten beim Hersteller Boeing sowie bei der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde FAA ans Licht, die einmal mehr die Frage aufwerfen, inwiefern Gewinnmaximierung als einziger oder vorrangiger Zweck eines Unternehmens für das Gemeinwohl und die Unternehmen selbst massiv schädlich ist.

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2. (Un)Konferenz #NKNA20, 19.-20.03.2020

2018 gab es im Rahmen der Initiative priomy – principles of autonomy die erste (Un)Konferenz Neue Konzepte für Neue Arbeit mit den damaligen Fokusthema „Die Angst vor der Freiheit“. Wir hatten seinerzeit, sozusagen mit einem Kaltstart von 0 auf 100 in zwei Monaten gut 100 Teilnehmer*innen gewinnen können. Inhaltlich gab es drei Keynotes aus den gesellschaftlichen Sektoren Kunst, Politik und Wirtschaft, ergänzt durch sechs von uns kuratierten Workshops und sechs weiteren Sessions, die allesamt durch die Teilnehmer*innen organisiert wurden. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv und so folgt nun vom 19.-20. März 2020 die #NKNA20 auf dem Maimarktgelände in Mannheim.

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Wo Licht, da Schatten. Umgang mit Partizipation

Ich bekenne mich zum Grundgedanken der Partizipation. Die Gründe sind banal. Zum einen kann eine soziale Organisation ohne Partizipation schlichtweg nicht funktionieren. Es mag vielleicht zu Zeiten des Pyramidenbaus möglich gewesen sein, Menschen Arbeitsameisen gleich eingesetzt zu haben, doch haben die heutigen Gesellschafts- und Arbeitsentwürfe nichts mehr mit denen zu tun, die zu Zeiten der Pharaonen vorherrschten. Der absolute Herrscher ist im Wesentlichen durch eine, die Rechte des Individuums betonende Demokratie ersetzt worden.

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Studie: Partizipation aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen

Wer mehr Partizipation, also Mit- und Selbstbestimmung in der eigenen Organisation will, steht unter anderem vor der großen Herausforderung, dass es immer wieder bei den Mitarbeiter*innen und Führungskräften an den Kompetenzen dafür mangelt. Wer jahrelang nur Erfüllungsgehilfe war und auf Anweisungen der Chefin gehandelt und das eigene Gehirn ausgeschaltet hatte, wird nicht von jetzt auf gleich die nötigen Kompetenzen für selbstbestimmte Arbeit aus dem Hut zaubern. Das liegt unter anderem auch daran, dass es auf dem Bildungsweg schon früh an Mit- und Selbstbestimmung mangelt, wie jetzt eine aktuelle Studie belegt.

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Warum Unternehmen in die Krise geraten

In zwei zuvor publizierten Beiträgen habe ich versucht, exemplarisch zu beschreiben, wie Unternehmen in die Krise kommen und aus dieser herausgeführt werden können. Weitere Beispiele werden in Zukunft beschrieben werden. Die Auswahl ist willkürlich, eine Selektion erfolgt in erster Linie über das Kriterium „Partizipation als Teil der Lösung“. Dahinter steht meine persönliche Erfahrung, dass Partizipation ein durchaus sinnvolles Lösungselement für Unternehmensführung, auch in der Krise, sein kann.

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Karriere-Vorbilder junger Deutscher

Wem eifern junge Deutsche, Frauen wie Männer, beruflich nach? Wen finden sie inspirierend, wer hat beruflich etwas erreicht, was junge Deutsche aufregend finden? Lassen sich in diesen Vorbildern emanzipierte Geschlechterrollen finden? Und was könnte man davon über die Zukunft der Arbeit ableiten, zumindest als erste Hypothesen? Eine aktuelle Untersuchung lässt tief blicken.

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Der Irrtum des Mancur Olson: Kollektives Handeln funktioniert doch.

Vor einer ganzen Weile erschien in der Reihe „Die Weltverbesserer“ der Frankfurter Allgemeine ein Artikel über den Beinahe-Wirtschaftsnobelpreisträger Mancur Olson. Gleich im ersten Abschnitt war zu lesen, warum Olson so großartig gewesen sein soll: Mit nur 33 Jahren habe er das „bahnbrechende“ Werk „Die Logik kollektiven Handelns“ veröffentlicht. Das großartige dieses Buches habe darin gelegen, dass Olson die angeblichen Schwierigkeiten oder gar Unmöglichkeiten analysierte, „eine freiwillige Organisation für die Interessen der breiten Masse zu bilden“ (Plickert, P. (2014): Der Abstieg der Nationen. Frankfurter Allgemeine, Ressort Wirtschaft. Online 24.08.2014).

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