Mitbestimmung führt zu besserer Arbeitgeberbewertung

Anfang Januar 2016 veröffentlichte der DGB den Online-Artikel „Junge Menschen im Job enorm unter Druck. Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander.“ Dort wurde über die 6. Sonderauswertung des regelmäßig erhobenen DGB-Index Gute Arbeit berichtet, die die Arbeitsbedingungen für junge Menschen in den Fokus nahm. Wie der Untertitel des Artikels unmissverständlich klarmacht: Die Ansprüche und Wünsche junger Generationen, die frisch im Arbeitsleben ankommen, sind das eine. Die Wirklichkeit ist indes etwas völlig anderes. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Arbeitgeber, die Mitbestimmung ermöglichen, schneiden in der Bewertung durch die jungen MitarbeiterInnen deutlich besser ab. Ein Vorteil für beide Seiten.

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Doku_ NEO15 11_2015

Vom 09. – 10. November fand die Next Economy Open (#NEO15) in Bonn statt. Ich hatte das Vergnügen, mit dabei zu sein und eine Session gemeinsam mit Thomas Sattelberger und Matthias Wendorf anzubieten: „Unternehmensdemokratie – Zukunft der Arbeit oder Witz der Woche.“ Zugegeben: Den Titel hatte ich schon beim Enjoy Workcamp 2014 in Stuttgart verwendet, aber gute Dinge nutzen sich nicht so schnell ab. Die Session war sehr gut besucht, um nicht zu sagen: voll. Hier meine Dokumentation:

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Lernen von den Widersprüchen der Landkooperativen Longo maï.

Vor kurzem habe ich eine neue Empfehlung in meinem Rezensionsblog „Zeuchs Buchtipps“ veröffentlicht: „Landkooperativen Longo maï. Pioniere einer gelebten Utopie.“ Die Lektüre über die verschiedenen, zusammenhängenden Landkooperativen war durchaus anregend, alleine schon aufgrund der differenzierten Darstellung durch den Autoren Andreas Schwab und die schöne Aufmachung mit zahlreichen Farbfotos durch den Rotpunktverlag. Während des Lesens wurde mir klar: Von Longo maï können (angehende) Unternehmensdemokraten viel lernen. Denn trotz aller Widersprüche, die sich in den Kooperativen finden lassen, sind sie einen anregende Quelle der Inspiration, wie Arbeiten auch anders funktionieren kann.

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Unternehmensdemokratie oder Selbstorganisation?

Seit der Veröffentlichung von „Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten“ hatte ich das Vergnügen, zahlreiche Gespräche, Diskussionen und Streitgespräche zu führen, in denen es immer wieder um den Begriff der Selbstorganisation ging: Was ist der Unterschied zur Unternehmensdemokratie? Die Auseinandersetzung reichte von der berechtigten Frage nach dem Unterschied bis hin zu äußerst klaren Statements, dass doch Selbstorganisation der wesentlich bessere Begriff sei, mithin also auch das mit diesem Begriff verbundene Konzept tauglicher zur Erneuerung der Unternehmensführung wäre. Im Folgenden dazu nun meine öffentlich-offizielle Stellungnahme.

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Rüdiger Jungbluth, Florian Felix Weyh, Jens Dirksen und Andreas Zeuch (v. l. n. r., gezeichnet von Franziska Köppe / madiko)

Doku_ Autokratie oder Mitbestimmung? Lesart 10_2015

Um „Die Macht der Manager – Mitbestimmung oder Autokratie in Unternehmen?“ ging es am Dienstag, 27. Oktober 2015, im Café Central des Grillo-Theaters in Essen. In der von Deutschlandradio Kultur aufgezeichneten Sachbuch-Sendung „Lesart“ waren zu Gast die Autoren Rüdiger Jungbluth („Die Quandts: Deutschlands erfolgreichste Unternehmerfamilie“ (/Campus, 2015) und Dr. Andreas Zeuch („Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten” (/Murmann Publisher, 2015). Moderiert von Florian-Felix Weyh, Deutschlandradio Kultur, debattierten sie gemeinsam mit WAZ-Kulturchef Jens Dirksen darüber, ob die Zeit der allmächtigen Wirtschaftsbosse vorbei ist und wie viel Demokratie die Leitung eines Unternehmens verträgt. Weiterlesen

Langzeituntersuchung des Angestellten-Wohlbefindens

Vor kurzem machte mich ein guter Freund darauf aufmerksam: In einer ganz neuen Studie, veröffentlicht im November 2015,  untersuchte eine Forschungsgruppe die Entwicklung des (affektiven) Wohlbefindens von Managern. In drei Wellen wurden 402 finnische Führungskräfte über einen Zeitraum von 10 Jahren untersucht, wobei es auch um die Auswirkungen von (Veränderungen) des Arbeitsumfelds auf das Wohlbefinden ging. Die Ergebnisse zeigten unter anderem einen deutlichen Zusammenhang zwischen Arbeitsumfeld und Wohlbefinden.

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Doku_ Votrag bei der Interface AG 10_2015

Ende Oktober hatte ich das Vergnügen, bei der Interface AG in Unterhaching in der Nähe von München meine Erfahrungen und Erkenntnisse aus „Alle Macht für niemand“ in einem Vortrag vorzustellen. Eingeladen hatte mich der Gründer, Inhaber und jetziges Aufsichtsratsmitglied Roland Dürre. Zu meiner Ehre war der gesamte Vorstand da und bereicherte auch die anschließende Diskussion mit denkwürdigen Beiträgen. Das Publikum war angenehm durchmischt, alte Hasen und junge Startup Gründer, Männer wie Frauen in ausgewogenem Verhältnis. Kurzum: Demokratische Vielfalt im Auditorium, was will man und frau mehr?

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Hand anlegen – Wie macht man Unternehmensdemokratie?

Wie setzt man Unternehmensdemokratie eigentlich gut um? Also, wie kommt man vom Überlegen,  Vereinbaren, gedanklichen Organisieren und Planen, etc. ins aktive Handeln? Was braucht der und die Einzelne dazu? Diese Frage könnte jetzt implizieren, dass man das, was man braucht nicht hat. Also alles mit einem Mangel startet, den es erst einmal zu beseitigen gilt. Dem ist nicht so. Das, was es für das Handeln braucht, haben Sie und ich schon längst. Wir nutzen es nur nicht bewusst, d.h. wir sind lediglich aus der Übung. Untrainiert ist unsere bewusste Aufmerksamkeit und unsere Wahrnehmung – vielleicht fehlt es auch an einer guten Fehlerkultur im Unternehmen, aber das ist ein eigenes Thema.

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Doku_ Vortrag an der Uni Hamburg 10_2015

Aller guten Dinge sind drei. Mein Vortrag am Career Center der Universität Hamburg am 22. Oktober war mein drittes Gastspiel an der Uni in der Hafenstadt. Es war mir eine Freude wieder dort sein zu können, um diesmal über Unternehmensdemokratie zu sprechen. Traditionell wird nach dem Vortrag eine Podiumsdiskussion veranstaltet, bei der dieses Mal Kim Duggen von der oose innovative Informatik eG, Kerstin Kluge von der Hermes NextTec GmbH und Uwe Lübbermann von Premium Cola dabei waren. Eine spannende Besetzung, die eine interessante anschließende Diskussion erwarten ließ. Im Folgenden eine kurze Dokumentation gewissermaßen als Gedächtnisprotokoll.

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Die Ironie im Betriebsverfassungsgesetz

In der Vorbereitung auf die einstündige Livesendung „Lesart“ des Deutschlandradio Kultur unter der Überschrift „Die Macht der Manager – Mitbestimmung oder Autokratie in Unternehmen?“ kam mir eine intutitive Idee: Ich sollte das Betriebsverfassungsgesetz zumindest mal grob überfliegen. Ich machte mich an diese Aufgabe und fand etwas geradezu Unglaubliches. Erst glotzte ich nur entgeistert auf den Gesetzestext, dann begann ich zu lachen, dann stierte ich wieder nur fassungslos auf das, was der Gesetzgeber da eigentlich gemacht hat, schüttelte den Kopf, lachte, glotzte. Aber fangen wir von vorne an: Was ist eigentlich der Sinn des Betriebsverfassungsgesetzes?

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