Studie: Partizipation aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen

Wer mehr Partizipation, also Mit- und Selbstbestimmung in der eigenen Organisation will, steht unter anderem vor der großen Herausforderung, dass es immer wieder bei den Mitarbeiter*innen und Führungskräften an den Kompetenzen dafür mangelt. Wer jahrelang nur Erfüllungsgehilfe war und auf Anweisungen der Chefin gehandelt und das eigene Gehirn ausgeschaltet hatte, wird nicht von jetzt auf gleich die nötigen Kompetenzen für selbstbestimmte Arbeit aus dem Hut zaubern. Das liegt unter anderem auch daran, dass es auf dem Bildungsweg schon früh an Mit- und Selbstbestimmung mangelt, wie jetzt eine aktuelle Studie belegt.

Weiterlesen

Warum Unternehmen in die Krise geraten

In zwei zuvor publizierten Beiträgen habe ich versucht, exemplarisch zu beschreiben, wie Unternehmen in die Krise kommen und aus dieser herausgeführt werden können. Weitere Beispiele werden in Zukunft beschrieben werden. Die Auswahl ist willkürlich, eine Selektion erfolgt in erster Linie über das Kriterium „Partizipation als Teil der Lösung“. Dahinter steht meine persönliche Erfahrung, dass Partizipation ein durchaus sinnvolles Lösungselement für Unternehmensführung, auch in der Krise, sein kann.

Weiterlesen

Karriere-Vorbilder junger Deutscher

Wem eifern junge Deutsche, Frauen wie Männer, beruflich nach? Wen finden sie inspirierend, wer hat beruflich etwas erreicht, was junge Deutsche aufregend finden? Lassen sich in diesen Vorbildern emanzipierte Geschlechterrollen finden? Und was könnte man davon über die Zukunft der Arbeit ableiten, zumindest als erste Hypothesen? Eine aktuelle Untersuchung lässt tief blicken.

Weiterlesen

Der Irrtum des Mancur Olson: Kollektives Handeln funktioniert doch.

Vor einer ganzen Weile erschien in der Reihe „Die Weltverbesserer“ der Frankfurter Allgemeine ein Artikel über den Beinahe-Wirtschaftsnobelpreisträger Mancur Olson. Gleich im ersten Abschnitt war zu lesen, warum Olson so großartig gewesen sein soll: Mit nur 33 Jahren habe er das „bahnbrechende“ Werk „Die Logik kollektiven Handelns“ veröffentlicht. Das großartige dieses Buches habe darin gelegen, dass Olson die angeblichen Schwierigkeiten oder gar Unmöglichkeiten analysierte, „eine freiwillige Organisation für die Interessen der breiten Masse zu bilden“ (Plickert, P. (2014): Der Abstieg der Nationen. Frankfurter Allgemeine, Ressort Wirtschaft. Online 24.08.2014).

Weiterlesen

Die Unvermeidbarkeit hybrider Organisationen

Hybride Organisationen: Im letzten Quartal hatte ich das Vergnügen, bei den beiden Berliner Unternehmen itacs GmbH und HRpepper GmbH & Co. KGaA je einen priomy CultureCheck durchzuführen. Eine Idee dieser Kulturuntersuchung besteht darin, den jeweiligen Stand der Selbstorganisation in einer Organisation zu erkunden: Welche Erfolge konnten schon erzielt werden und welche Entwicklungspotenziale gibt es? In beiden Fällen wurde etwas überdeutlich, was eigentlich vollkommen klar ist – und doch viel zu wenig thematisiert wird im aktuellen Diskurs zur Digitalen Transformation und Zukunft der Arbeit. Weiterlesen

Aus dem Leben eines Interimsmanagers: Fall #2

Vor einigen Jahren wurde ich in die Restrukturierungsphase eines mittelständischen Medizintechnikunternehmens eingeladen. Vordergründig sollte ich Umsatz und Rendite stabilisieren und die Gesamtverantwortung für die Absatzorganisation übernehmen. Nach kurzer Zeit entpuppte sich der Auftrag aber als einer, der nicht nur auf den Absatz abzuzielen hatte; es war eine handfeste Führungs- und Mitarbeiterkrise zu erkennen.

Weiterlesen

Mythos Wettbewerb

In unserer Wirtschaft hält sich die Idee des Wettbewerbs, der zu stetem Fortschritt führe, immer noch tapfer. Ohne Wettbewerb keine Motivation fortzuschreiten, so tönt es seit ich denken kann. In den letzten Jahren sehen wir aber vermehrt Firmen, die zumindest in ihrer inneren Organisation auf Kooperation setzen, auf Neudeutsch Collaboration. Aber auch die Zusammenarbeit mit Akteuren außerhalb des Unternehmens kommt zum Beispiel mittels Open Innovation voran. Stehen wir vor einem Paradigmenwechsel? Sehen wir eine Verlagerung des Schwerpunkts, weg vom Wettbewerb hin zur Kooperation?

Weiterlesen

Mitbestimmung neu erfinden

Mitbestimmung: Das, was wir heute mit Selbstorganisation im Zusammenhang mit Agilität, Augenhöhe oder New Work beschreiben, läuft bekanntermaßen schon seit Jahrzehnten in etwas anderer Variation unter dem Begriff Mitbestimmung. Allerdings ist der im Gegensatz zum systemtheoretisch wissenschaftlichen Begriff der Selbstorganisation politisch und ideologisch aufgeladen, wie ich das schon in meinem Beitrag über die Beiden Begriffe Unternehmensdemokratie und Selbstorganisation dargestellt habe. Leider folgern daraus eher Nach- als Vorteile. Deshalb wird es Zeit, den eigentlich passenden Begriff der Mitbestimmung zu entstauben und neu aufzuladen, mithin: neu zu erfinden.

Weiterlesen

Aus dem Leben eines Interimsmanagers: Fall #1

Vor einigen Jahren dürfte ich als Interimmanager ein Unternehmen in der Restrukturierung federführend begleiten. Es handelte sich um ein Unternehmen der medizintechnischen Branche, welches in den 60er Jahren gegründet wurde und aufgrund seiner hervorragenden Produkte die Position des Weltmarktführers erobert hatte. Zweifelsohne waren auch heute noch die Produkte von hervorragender Qualität, jedoch hatte sich der Abstand zu den Konkurrenten minimiert. Obgleich die Produktpreise des Unternehmens über denen der Konkurrenz lagen, waren die Kunden bereit, diese Preise zu bezahlen, da das Unternehmen mit einer hervorragenden Servicequalität zu punkten imstande war.

Weiterlesen

Selbstbestimmung. Mitbestimmung. Fremdbestimmung.

Heute versuche ich einmal mehr, ein bisschen Ordnung ins begriffliche Durcheinander der neuen Arbeitswelt zu bringen. Neben all den Buzzwords wie Agilität, Augenhöhe, New Work, Purpose Unternehmen und so weiter werden auch andere Begriffe meistens unsystematisch genutzt. Dazu gehört für mich die Trias Mitbestimmung, Selbstbestimmung und Fremdbestimmung.

Weiterlesen