2. (Un)Konferenz #NKNA20, 19.-20.03.2020

2018 gab es im Rahmen der Initiative priomy – principles of autonomy die erste (Un)Konferenz Neue Konzepte für Neue Arbeit mit den damaligen Fokusthema „Die Angst vor der Freiheit“. Wir hatten seinerzeit, sozusagen mit einem Kaltstart von 0 auf 100 in zwei Monaten gut 100 Teilnehmer*innen gewinnen können. Inhaltlich gab es drei Keynotes aus den gesellschaftlichen Sektoren Kunst, Politik und Wirtschaft, ergänzt durch sechs von uns kuratierten Workshops und sechs weiteren Sessions, die allesamt durch die Teilnehmer*innen organisiert wurden. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv und so folgt nun vom 19.-20. März 2020 die #NKNA20 auf dem Maimarktgelände in Mannheim.

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Sinnlos über Sinn sinnieren

Am 28. April diesen Jahres erschien ein relativ ausführlicher Artikel über Sinn in der Arbeit im Handelsblatt. Also nicht in einem der alternativen Wirtschaftsmagazine, sondern in einer der deutschen Wirtschaftstraditionszeitungen. Sinn oder Purpose auf Neudeutsch ist im Mainstream als Thema angekommen. Dazu passt ein Interview mit Birger Priddat, Seniorprofessor und Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre und Philosophie an der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten/Herdecke, 2018 publiziert in der noch recht jungen alternativen Wirtschaftszeitschrift „Neue Narrative“. Mit Priddat hatte das Magazin einen Gesprächspartner, der den Anschein besonderer intellektueller Schärfe vermittelt, dazu passend total aus der Zeit gefallen und anachronistisch verziert mit einer Fliege. Martin Wiens sprach mit Priddat über Sinn und Wirtschaft. Leider musste ich feststellen: Ein nur bedingt sinnvolles Gespräch zu einem wichtigen Thema.

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Lean Management trifft auf New Work – Evolution, Ergänzung oder Widerspruch? Teil #2

Lean Management: Während Andreas in seiner Darstellung von Lean und New Work eine Überschneidung der beiden Themenfelder mit der Nennung von 10 Lean-Grundprinzipien argumentiert, möchte ich in diesem zweiten Teil der Lean-New Work Serie vier zentrale Elemente herausgreifen und näher erläutern.

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Frohe Weihnachten, schöne Feiertage und einen guten Rutsch!

Einmal mehr ist es soweit: Weihnachten und der Jahreswechsel stehen vor der Tür.

Zeit für Vieles: ein kleines Päuschen, die Seele baumeln lassen, sich einen Tapetenwechsel gönnen, in sich kehren, klar Schiff machen, endlich all die Bücher lesen, die sich irgendwo gestapelt haben, alte und neue Freunde treffen, der Pyroindustrie die kalte Schulter zeigen und für Sylvester keine Böller kaufen, Meditieren für den Weltfrieden oder zumindest ein bisschen Selbsterkenntnis und innere Ruhe, Sport auf die eine oder andere Weise, oder oder oder. Ich wünsche Euch im Namen aller (Gast)Autor*innen schöne Feiertage, eine tolle Zeit zwischen den Jahren, einen guten Rutsch wo immer Ihr seid – und alles erdenklich Gute fürs neue Jahr.

Hier im Blog geht’s weiter ab dem 07.01.2019. Bis dahin herzliche Grüße, Andreas

Bildnachweis: © Andreas Zeuch

Ist New Work Anarchie? (Teil 1)

Die Frage, ob New Work Anarchie ist, beschäftigt mich seit ich entdeckt habe, dass hinter dem Begriff wesentlich mehr steckt, als das, was landläufig darunter verstanden wird. Ich würde die Frage im Moment (noch) nicht mit einem uneingeschränkten „Ja“ beantworten, allerdings stecken im Anarchismus naturgemäß Selbstverwaltung, Selbstorganisation und Eigenverantwortung. Und je mehr ich mich mit der Anarchie beschäftige, umso mehr Impulse und spannende Ideen für meine Beschäftigung mit selbstbestimmtem Arbeiten begegnen mir. In Teil 1 meiner mehrteiligen Blogreihe, räume ich erst einmal mit ein paar Stereotypen auf und gebe einen Überblick, was Anarchismus sein kann. Weiterlesen

¡Sommerpause!

Liebe Leserin, lieber Leser – selbstbestimmte Arbeit ist immer auch eine Herausforderung an ein gutes Selbstmanagement. Wer seine Arbeit liebt, läuft Gefahr, sich selbst auszubeuten, Tag ein, Tag aus zu arbeiten, natürlich auch am Wochenende, denn es macht ja Spaß. Gesund ist das jedoch nicht auf Dauer. Deshalb achten wir auch auf eine angemessene Auszeit hie und da.

Jetzt ist es soweit: Ab heute bis zum 30. Juli einschließlich werden wir keine Posts veröffentlichen. Es geht mit dem nächsten Beitrag am 06. August weiter. Bis dahin wünschen wir vom (Gast)Autorenteam Euch eine tolle, entspannte und erfrischende Sommerpause.

Herzlich im Namen aller Autor*innen

Andreas

 

Beitragsbild: © Andreas Zeuch

nachhaltige Unternehmenskultur

It’s nachhaltige Unternehmenskultur, stupid!

Lernen bedeutet üben, üben, üben – also, nochmal langsam: Wer Nachhaltige Unternehmenskultur in New Work Zeiten pflegen will, der sollte seine Spürnase auf soziale Nachhaltigkeit (siehe auch hier: Bericht zur Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung 2017)) richten. Soziale Nachhaltigkeit ist ein Begriffsgebilde aus dem Modell der Nachhaltigkeit (integrierendes Nachhaltigkeitsdreieck), das sich aus den drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales zusammensetzt.

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Holy Shit Recruiting

Es war der Freitagnachmittag vor dem 3. Adventwochenende. Ich saß in einem meiner Lieblingscafés, in dem es kostenloses und vor allem relativ schnelles WLAN gab, schlürfte den üblichen Fair-Trade-Milchkaffee und beobachtete die Kreativ-Hipster und Helikoptermütter um mich herum. Einen Moment seufzte ich mittelzufrieden und fühlte mich so „ganz ok“ in diesem Mix aus bildungsbürgerlichem Spießertum und kreativer Einfallslosigkeit, als sich jemand neben mich setzte.

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Sexismus-Dialog statt -Debatte

Sexismus-Dialog statt -Debatte: Wir müssen reden

Wir müssen reden. Dringend. Innerhalb weniger Wochen bin ich mehrmals von Männern gefragt worden „Wie ist das jetzt mit dem Sexismus? Darf ich jetzt noch nicht mal mehr jemanden ansprechen oder gucken?“ „Du Vollhonk, was soll so eine dämliche Frage, was hat das eine mit dem anderen zu tun?“, hätte ich einem spontanen Impuls nachgebend am liebsten entgegnet, aber ganz ehrlich? Ich weiss es manchmal selbst nicht – zumindest nicht immer sofort in der jeweiligen Situation, sondern erst in der Reflexion darüber.

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Automatisierung. Und wo bleibt die wesentliche Frage?

Automatisierung ist auf dem Vormarsch. Immer mehr menschliche Arbeit wird durch Robotik ersetzt. In manchen Bereichen ist dies wünschenswert, denn wer hat schon Spaß an stupider, häufig gefährlicher und gesundheitsschädigender Arbeit? In anderen Bereichen sieht das ganz anders aus. Zunehmend öfter kommen auch Berufe in den Sog der Automatisierung, die wir klassischerweise als Wissensarbeit bezeichnen würden. Da sollen bald Ärzte und Berater durch künstliche Intelligenz und Robotik ersetzt werden.

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