¡Sommerpause!

Liebe Leserin, lieber Leser – selbstbestimmte Arbeit ist immer auch eine Herausforderung an ein gutes Selbstmanagement. Wer seine Arbeit liebt, läuft Gefahr, sich selbst auszubeuten, Tag ein, Tag aus zu arbeiten, natürlich auch am Wochenende, denn es macht ja Spaß. Gesund ist das jedoch nicht auf Dauer. Deshalb achten wir auch auf eine angemessene Auszeit hie und da.

Jetzt ist es soweit: Ab heute bis zum 30. Juli einschließlich werden wir keine Posts veröffentlichen. Es geht mit dem nächsten Beitrag am 06. August weiter. Bis dahin wünschen wir vom (Gast)Autorenteam Euch eine tolle, entspannte und erfrischende Sommerpause.

Herzlich im Namen aller Autor*innen

Andreas

 

Beitragsbild: © Andreas Zeuch

nachhaltige Unternehmenskultur

It’s nachhaltige Unternehmenskultur, stupid!

Lernen bedeutet üben, üben, üben – also, nochmal langsam: Wer Nachhaltige Unternehmenskultur in New Work Zeiten pflegen will, der sollte seine Spürnase auf soziale Nachhaltigkeit (siehe auch hier: Bericht zur Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung 2017)) richten. Soziale Nachhaltigkeit ist ein Begriffsgebilde aus dem Modell der Nachhaltigkeit (integrierendes Nachhaltigkeitsdreieck), das sich aus den drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales zusammensetzt.

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Holy Shit Recruiting

Es war der Freitagnachmittag vor dem 3. Adventwochenende. Ich saß in einem meiner Lieblingscafés, in dem es kostenloses und vor allem relativ schnelles WLAN gab, schlürfte den üblichen Fair-Trade-Milchkaffee und beobachtete die Kreativ-Hipster und Helikoptermütter um mich herum. Einen Moment seufzte ich mittelzufrieden und fühlte mich so „ganz ok“ in diesem Mix aus bildungsbürgerlichem Spießertum und kreativer Einfallslosigkeit, als sich jemand neben mich setzte.

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Sexismus-Dialog statt -Debatte

Sexismus-Dialog statt -Debatte: Wir müssen reden

Wir müssen reden. Dringend. Innerhalb weniger Wochen bin ich mehrmals von Männern gefragt worden „Wie ist das jetzt mit dem Sexismus? Darf ich jetzt noch nicht mal mehr jemanden ansprechen oder gucken?“ „Du Vollhonk, was soll so eine dämliche Frage, was hat das eine mit dem anderen zu tun?“, hätte ich einem spontanen Impuls nachgebend am liebsten entgegnet, aber ganz ehrlich? Ich weiss es manchmal selbst nicht – zumindest nicht immer sofort in der jeweiligen Situation, sondern erst in der Reflexion darüber.

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Automatisierung. Und wo bleibt die wesentliche Frage?

Automatisierung ist auf dem Vormarsch. Immer mehr menschliche Arbeit wird durch Robotik ersetzt. In manchen Bereichen ist dies wünschenswert, denn wer hat schon Spaß an stupider, häufig gefährlicher und gesundheitsschädigender Arbeit? In anderen Bereichen sieht das ganz anders aus. Zunehmend öfter kommen auch Berufe in den Sog der Automatisierung, die wir klassischerweise als Wissensarbeit bezeichnen würden. Da sollen bald Ärzte und Berater durch künstliche Intelligenz und Robotik ersetzt werden.

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Selbstbestimmtes Arbeiten?

Selbstbestimmtes Arbeiten? Was soll das eigentlich sein?

„Selbstbestimmtes Arbeiten, das ist es, was ich will.“ Seit längerer Zeit fällt dieser Satz (oder so ähnlich) in gefühlt jedem Gespräch, in dem irgendwann das Thema Arbeit auftaucht. Fast wie ein Mantra. Insbesondere den jüngeren Arbeitnehmern und den New Work Fuzzis in ihrer Filterblase wird nachgesagt, dass sie sich überhaupt keine andere Art von Arbeit mehr vorstellen können. Aus Angst, den Anschluss zu verlieren oder auch aus tatsächlicher Überzeugung heraus werben Unternehmen mittlerweile damit, dass bei ihnen Selbstbestimmtes Arbeiten möglich sei. Also alles gut, oder? Weiterlesen

Die besondere Rolle der Aufsichtsräte

Bestimmte Unternehmensformen, wie Aktiengesellschaften oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung einer gewissen Größe, müssen verpflichtend einen Aufsichtsrat haben. Andere Unternehmen setzen freiwillig Aufsichtsräte ein, wieder andere haben keinerlei Funktionen dieser Art. Aufsichtsräte sollen, wie der Name es erahnen lässt, darüber wachen, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Es gibt klare Regeln, wie Aufsichtsräte zu agieren haben und was ihre Aufgaben sind. Jedoch fällt ihnen, insbesondere in heutiger Zeit, eine viel wesentlichere Rolle zu, die nicht geregelt ist und auch nicht geregelt werden kann: Eine ethische Wächterfunktion.

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Humanize. Wie man gute Ideen schlecht begründet.

Vor einiger Zeit stieß ich auf ein Interview mit Jamie Notter. Den Artikel hatte ich schon eine Weile in meinem Literaturverwaltungsprogramm, hatte ihn aber noch nicht wirklich durchgearbeitet. Jetzt schon. Und kann mir ein paar kritische Anmerkungen definitiv nicht verkneifen. Denn was Notter erreichen will, unterschreibe ich vielleicht nicht voll und ganz, aber doch größtenteils. Sein Buchtitel „Humanize“ gefällt mir gut. Vor allem die damit verbundenen Ideen und Vorschläge für einen Wandel von Führung und Kultur in Unternehmen. Die Begründungen sind jedoch überraschend widersprüchlich, undurchdacht und vor allem: gefährlich. Notters Argumente öffnen den Raum für den üblichen Jojo-Effekt, den wir ohnehin schon seit Jahrzehnten in Unternehmen und Organisationen beobachten können. Heute Zentralisierung, morgen Dezentralisierung, übermorgen wieder zurück. Oder besser noch: Beides gleichzeitig, Zentrale und dezentrale Steuerung. Das alles führt dann dazu, dass Change krank macht, weil die vom Wandel Betroffenen selbigen nur noch als schlechten Witz auffassen und sich selbst als Spielball erleben. Weiterlesen

Star Trek – Mehr als ein halbes Jahrhundert Gesellschaftskritik

Viele kennen sie, die Abenteuer des Raumschiffs „Enterprise“ in den vielen Generationen, angefangen von Captain Christopher Pike über Captain James T. Kirk bis hin zum französischen Kommandanten Jean-Luc Picard. Immer dabei sind eine bunte Mischung an Besatzungsmitgliedern, die auf ihren Reisen in ferne Welten immer wieder neuen Herausforderungen begegnen. Die meisten bringen Star Trek mit Raumfahrt und mit Physik in Verbindung, was grundsätzlich stimmt. Star Trek basiert inhaltlich in weiten Teilen auf echter Physik. Doch in Star Trek steckt viel mehr, es ist die wohl umfangreichste Kritik an unserem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen System und aktueller denn je.

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T-Rex Evolution

Was Management-Literatur mit Evolution zu tun hat

Management-Literatur ist ein vielfältiges und breites Genre. Innerhalb dieses Kaleidoskops an Thesen, Ideen und Meinungen finden sich Werke, die in die Tiefe gehen – ich nenne hier gerne die Basis dieses Blogs „Alle Macht für Niemand“ oder die Übersetzung des „Viable Systems Model“ von Mark Lambertz (man möge mir meine Subjektivität verzeihen). Andererseits finden sich in diesem Genre etliche Publikationen, die eher allgemein und oberflächlich bleiben, aber dennoch gute Impulse liefern können, wie Laloux. Weiterlesen