Selbstbestimmtes Arbeiten?

Selbstbestimmtes Arbeiten? Was soll das eigentlich sein?

„Selbstbestimmtes Arbeiten, das ist es, was ich will.“ Seit längerer Zeit fällt dieser Satz (oder so ähnlich) in gefühlt jedem Gespräch, in dem irgendwann das Thema Arbeit auftaucht. Fast wie ein Mantra. Insbesondere den jüngeren Arbeitnehmern und den New Work Fuzzis in ihrer Filterblase wird nachgesagt, dass sie sich überhaupt keine andere Art von Arbeit mehr vorstellen können. Aus Angst, den Anschluss zu verlieren oder auch aus tatsächlicher Überzeugung heraus werben Unternehmen mittlerweile damit, dass bei ihnen Selbstbestimmtes Arbeiten möglich sei. Also alles gut, oder? Weiterlesen

Die besondere Rolle der Aufsichtsräte

Bestimmte Unternehmensformen, wie Aktiengesellschaften oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung einer gewissen Größe, müssen verpflichtend einen Aufsichtsrat haben. Andere Unternehmen setzen freiwillig Aufsichtsräte ein, wieder andere haben keinerlei Funktionen dieser Art. Aufsichtsräte sollen, wie der Name es erahnen lässt, darüber wachen, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Es gibt klare Regeln, wie Aufsichtsräte zu agieren haben und was ihre Aufgaben sind. Jedoch fällt ihnen, insbesondere in heutiger Zeit, eine viel wesentlichere Rolle zu, die nicht geregelt ist und auch nicht geregelt werden kann: Eine ethische Wächterfunktion.

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Humanize. Wie man gute Ideen schlecht begründet.

Vor einiger Zeit stieß ich auf ein Interview mit Jamie Notter. Den Artikel hatte ich schon eine Weile in meinem Literaturverwaltungsprogramm, hatte ihn aber noch nicht wirklich durchgearbeitet. Jetzt schon. Und kann mir ein paar kritische Anmerkungen definitiv nicht verkneifen. Denn was Notter erreichen will, unterschreibe ich vielleicht nicht voll und ganz, aber doch größtenteils. Sein Buchtitel „Humanize“ gefällt mir gut. Vor allem die damit verbundenen Ideen und Vorschläge für einen Wandel von Führung und Kultur in Unternehmen. Die Begründungen sind jedoch überraschend widersprüchlich, undurchdacht und vor allem: gefährlich. Notters Argumente öffnen den Raum für den üblichen Jojo-Effekt, den wir ohnehin schon seit Jahrzehnten in Unternehmen und Organisationen beobachten können. Heute Zentralisierung, morgen Dezentralisierung, übermorgen wieder zurück. Oder besser noch: Beides gleichzeitig, Zentrale und dezentrale Steuerung. Das alles führt dann dazu, dass Change krank macht, weil die vom Wandel Betroffenen selbigen nur noch als schlechten Witz auffassen und sich selbst als Spielball erleben. Weiterlesen

Star Trek – Mehr als ein halbes Jahrhundert Gesellschaftskritik

Viele kennen sie, die Abenteuer des Raumschiffs „Enterprise“ in den vielen Generationen, angefangen von Captain Christopher Pike über Captain James T. Kirk bis hin zum französischen Kommandanten Jean-Luc Picard. Immer dabei sind eine bunte Mischung an Besatzungsmitgliedern, die auf ihren Reisen in ferne Welten immer wieder neuen Herausforderungen begegnen. Die meisten bringen Star Trek mit Raumfahrt und mit Physik in Verbindung, was grundsätzlich stimmt. Star Trek basiert inhaltlich in weiten Teilen auf echter Physik. Doch in Star Trek steckt viel mehr, es ist die wohl umfangreichste Kritik an unserem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen System und aktueller denn je.

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T-Rex Evolution

Was Management-Literatur mit Evolution zu tun hat

Management-Literatur ist ein vielfältiges und breites Genre. Innerhalb dieses Kaleidoskops an Thesen, Ideen und Meinungen finden sich Werke, die in die Tiefe gehen – ich nenne hier gerne die Basis dieses Blogs „Alle Macht für Niemand“ oder die Übersetzung des „Viable Systems Model“ von Mark Lambertz (man möge mir meine Subjektivität verzeihen). Andererseits finden sich in diesem Genre etliche Publikationen, die eher allgemein und oberflächlich bleiben, aber dennoch gute Impulse liefern können, wie Laloux. Weiterlesen

Talente finden, Teil 1: Assessment Center war gestern!

Gutes Personal zu finden und zu halten ist nicht einfach und kostet viel. Um Fehlbesetzungen vorzubeugen, leisten sich große Firmen Assessment Center. Leider sind diese wirkungslos!

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Unsere neue Autorin: Christiane Amini

Christiane kenne ich schon eine ganze Weile. Und zwar seit Herbst 2006. Damals hatten wir zusammen in einem äußerst interessanten Projekt zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen und arbeitslosen Fach- und Führungskräften gearbeitet. Dann, einige Jahre später, bat ich sie, eine der ersten öffentlichen Veranstaltungen anlässlich meiner Promotion-Tour für mein letztes Buch zu moderieren. Und sie hatte das seinerzeit gerne und natürlich in gewohnter Qualität übernommen. Seit dem sind wir wieder in Kontakt und arbeiten aktuell gerade an der Vorbereitung einer – wie wir finden – äußerst spannenden Dienstleistung. Übrigens nicht zu zweit, da sind noch fünf weitere Leute an Bord… Zurück zu Christiane: Vor kurzem fragte ich sie, ob sie nicht bei uns Bloggen will. Gesagt getan. Nächste Woche erscheint ihr erster Beitrag und heute stellen wir Euch Christiane in gewohnter Weise kurz vor:

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Unser neuer Autor: Mario Buchinger

Am 26. Oktober 2016 hielt ich neben verschiedenen anderen Speakern einen Vortrag beim Symposium Change to Kaizen. Dort lernte ich auch Mario Buchinger kennen, der bei meinem Vortrag anwesend war und sich bei der anschließenden Diskussion rege beteiligt und später selber einen spannenden Vortrag hielt. Einige Tage später erhielt ich von Marios Frau Marlene eine Kontaktanfrage bei LinkedIn – und so ergab sich ein erstes intensives Skypegespräch zwischen uns dreien. Eines der Ergebnisse besteht darin, dass Mario ab Januar 2017 als Autor hier im Blog mitarbeitet. Das bisherige Autorenteam freut sich sehr über diesen Zuwachs, denn Mario bringt neue und bereichernde Perspektiven ein.

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Frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

Nach dem irrwitzigen Vorweihnachts-Schlussspurt mit den Holacracy Beiträgen und den damit verbundenen Diskussionen auch hier im Blog nähern wir uns mit großen Schritten den Weihnachtstagen. Wir vom Autorenteam, Arne, Conny, Daniela, Mark und ich wünschen Euch allen jetzt erst mal möglichst stressarme letzte Vorweihnachtstage und dann schöne, erholsame und auch möglichst humorvolle Weihnachten. Für alle die zwischen den Jahren nicht ganz abtauchen, sondern noch Interesse an einer weihnachtlichen Geschichte über Unternehmensdemokratie haben, melden wir uns nächste Woche am 27.12. noch einmal in diesem Jahr. Und ganz ehrlich: Die Geschichte, die dann kommt, ist wahr. Wenn sie vielleicht auch zu schön klingt, um wahr zu sein.

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Unternehmensdemokratie. Chancen und Risiken

Vor nicht allzulanger Zeit erhielt ich von dem mir bis dahin unbekannten Peter Jakubitz eine Anfrage. Er wollte das Cover meines aktuellen Buches „Alle Macht für niemand“ für eine Buchbesprechung, an der er gerade arbeitete. Natürlich kamen wir auf diesem Wege schnell ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass Peter Jakubitz über ein gerütteltes Maß an Erfahrung mit Partizipation und demokratischen Organisationsstrukturen verfügt. Da war der Schritt zum folgenden Gespräch nicht weit.

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