FIRE - Sparen bis der Notarzt kommt

FIRE – Eine Bewegung zeigt die Bedeutung selbstbestimmter Arbeit

FIRE: Ruhestand mit Mitte 30? Und zwar ohne der verwöhnte Sohn oder die verhätschelte Tochter eines Millionärs zu sein – geht das? Ja, angeblich jedenfalls, wie die wachsende F.I.R.E. Bewegung zeigt: Financial Independence, Retire Early. In den letzten Jahren Jahren nimmt die Anzahl an Blogs, Zeitungsartikeln, Bücher, Vorträgen, Videos etc. zu, in denen erfolgreiche FIRE Protagonisten und ihre (Spar)Strategien präsentiert werden. Einer der aktuellen Auslöser dieser Bewegung ist sinnentkoppelte, entfremdete und fremdbestimmte Arbeit. Deshalb lohnt ein Blick auf diese Subkultur des Arbeitslebens.

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Denkfehler der New Work Bewegung – eine Replik

Am 08. Oktober 2018 veröffentlichten wir eine Replik auf den “Kompass für die neue Arbeitswelt” von Mark Poppenborg, Gründer und Geschäftsführer der intrinsify GmbH. Erwartungsgemäß gab es auch Kritik an unserer Kritik. Die hat uns motiviert, tiefer zu graben, so dass wir auf einen weiteren fundamentalen Beitrag gestoßen sind: Denkfehler der New Work Bewegung von Lars Vollmer, ebenfalls Gründer und Geschäftsführer von intrinsify. Auch in diesem Text fanden wir diverse Annahmen und Argumente, die unserer Ansicht nach ein eklatanter Widerspruch zum ursprünglichen Konzept von New Work gemäß Frithjof Bergmann sind. Weiterlesen

Ist New Work Anarchie? (Teil 1)

Die Frage, ob New Work Anarchie ist, beschäftigt mich seit ich entdeckt habe, dass hinter dem Begriff wesentlich mehr steckt, als das, was landläufig darunter verstanden wird. Ich würde die Frage im Moment (noch) nicht mit einem uneingeschränkten „Ja“ beantworten, allerdings stecken im Anarchismus naturgemäß Selbstverwaltung, Selbstorganisation und Eigenverantwortung. Und je mehr ich mich mit der Anarchie beschäftige, umso mehr Impulse und spannende Ideen für meine Beschäftigung mit selbstbestimmtem Arbeiten begegnen mir. In Teil 1 meiner mehrteiligen Blogreihe, räume ich erst einmal mit ein paar Stereotypen auf und gebe einen Überblick, was Anarchismus sein kann. Weiterlesen

Beitragsbild New Work Kompass

New Work: Kompass für die neue Arbeitswelt – eine Replik

New Work: Vor einiger Zeit stolperten wir über den „Kompass für die neue Arbeitswelt“ von Mark Poppenborg, Mitgründer und Inhaber der intrinsify.me GmbH. Was wir da lasen – nun ja – überraschte uns. Genau genommen mussten wir uns ein wenig die Augen reiben, um sicherzugehen, dass da auch das steht, was wir glaubten gelesen zu haben. Und dann redeten wir, diskutierten, hinterfragten und reflektierten – wie wir das in unserer kleinen priomy-Bude immer tun. Herausgekommen ist ein Dialog, der im Sinne eines kritischen Diskurses unsere Sicht der Dinge darlegt. Denn „die neue Wirtschaft“, New Work, Agilität oder wie immer wir das Kind nennen, braucht genau das. Aber Achtung: Dieser Beitrag ist recht ausführlich. Das ist der Tatsache geschuldet, dass wir versucht haben, einigermaßen gründlich auf das einzugehen, was wir teils äußerst fragwürdig an dem Kompass finden.

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CSR reloaded – oder die Stadt der weißen Männer

„CSR beschreibt die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen in Umwelt und Gesellschaft.“ – Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz gelesen, selbst geschrieben oder ausgesprochen habe, vermutlich unzählige Male im Laufe der letzten 6 Jahre.

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Symbolbild Blockchain

Blockchain und Unternehmensdemokratie

Blockchain – meine Googlesuche ergab in 0,36 Sekunden 124 Millionen Treffer. Diese Technologie hat also offensichtlich zumindest im Netz schon nach rund zehn Jahren erhebliche Spuren hinterlassen. Aber nicht nur dort. Sicher hast Du den Hype um eine Ausprägung der Blockchain mitbekommen: Bitcoins. Die immer wieder in allen möglichen Medien dargestellte „Achterbahnfahrt“ dieser Kryptowährung, die mittlerweile längst zu einem weiteren schnöden Spekulationsobjekt verkommen ist. Aber was hat die dahinterliegende Technologie, das Rückgrat, der Herzschlag des Ganzen, die Idee der Blockchain mit Unternehmensdemokratie zu tun? Eine ganze Menge, wie wir meinen!

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The worst practice is to follow the best practice

„The worst practice is to follow the best practice“. Mit diesem zugegebenermaßen etwas provokanten Tweet stieß ich eine kleine aber feine Diskussion bei Twitter los, deren Ergebnisse ich hier teilen und weiter- bzw. zusammenführen möchte. Inhalt der Diskussion waren der Wunsch nach Best Practices und seine Gefahren – viel Spaß beim Lesen und Mitdenken!

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Dominanzverhalten

Dominanzverhalten in Teams und Organisationen

Die Internet-Recherche zu diesem Blogartikel irritierte mich. Dass ich bei Suchbegriffen zu dominantem Verhalten zunächst einmal auf zahlreiche Angebote von Dominas stoßen würde, hatte ich schon fast vermutet. Dass in zweiter Linie auch allerlei Artikel und Beiträge von Hundehaltern und Tierflüsterern auftauchten, war mir schnell verständlich. Dass es dann aber schon dünn werden würde, hatte ich nicht erwartet. Ist dieses Thema bei Menschen – außerhalb von Paarbeziehungen – tatsächlich so unerforscht? Der Fund der Disseration „Dominanzverhalten in Teams: Dominanzarten und Dominanzkreisläufe“ von Matthais Benjamin Ballweg, scheint mir dass zu bestätigen. Er weißt mehrfach in seiner Doktorarbeit darauf hin, dass es in der Dominanzforschung noch viele offene Fragen gibt. Die Ausführungen zum Thema fand ich allerdings interessant. Sie gaben mir ein solides Fundament, um darauf weiter zu denken und eröffneten mir einige neue Perspektiven auf die Psychologie dieses Verhaltens – hinterließ aber auch viele weitere offen Fragen. Das alles in einem Artikel aufzuarbeiten wäre zuviel, daher, beginne ich in diesem Beitrag mit der Zusammenfassung einiger Grundlagen auf Basis der Dissertation.

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Facebook, Google & Co.: Kontrolle und Vorhersagbarkeit als Kernleistung

Ist es nicht erstaunlich, wie schnell Firmen wie Google und Facebook zu einer extremen Marktmacht kommen konnten? Ist es nicht verwunderlich, wie Facebook, ohne zu Beginn einen klaren und nachweislichen Return on Invest darstellen zu können, Milliarden an Investitionsgeldern ergattern konnten? Und das, obwohl die Dienstleistung von Anfang an auch noch kostenfrei angeboten wurde und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kostenlos bleibt (denn welche User würden jetzt plötzlich 4,99 € im Monat zahlen?). Und ist es nicht faszinierend, dass Kapitalgeber und Analysten diesen geradezu winzigen Unternehmen (gemessen an den Mitarbeiterzahlen von Konzernen VW mit über 642.000 Mitarbeitern) auf dem Aktienmarkt einen Wert zuschreiben, der relativ weit über das hinausgeht, was die physische Produktionsbetriebe an Wert kumuliert haben?

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Warum Spitzensport kein Modell für Management ist

Hand aufs Herz: Wer hätte das diesjährige erstmalige deutsche Vorrunden-Aus bei der Fussball-Weltmeisterschaft so vorhergesagt? Und das nach den teils phänomenalen Leistungen der letzten WM, denkt nur mal an die beinahe historischen 1:7 gegen Brasilien. Da erinnere sogar ich mich dran, als absoluter Fussball Ignorant, ja fast schon schon Gegner. Und dieses Jahr nun diese Schmach? Da bin ich aber froh, dass „unser Jogi“ 2016 nach der Weltmeisterschaft beim  x-ten Buch über Sport als Erfolgsmodell fürs Management mit dabei war: „One touch: Was Führungskräfte vom Profifußball lernen können.“ Es erstaunt mich immer wieder. Denn die Differenzen zwischen artifiziellem Spiel-Sport und (Unternehmens)Führung sind doch mehr als offensichtlich.  Weiterlesen