Lügen - Lügenbaron Münchhausen schlägt mit seinem Pferd einen Purzelbaum

Lügen haben viele Beine

Lügen haben doch kurze und nicht viele Beine, oder? Sprich: Eigentlich kommt gemäß der Volksweisheit die Wahrheit doch schnell ans Licht. In Afrika kursiert dazu passend auch das Sprichwort, dass man mit einer Lüge einmal, aber nicht zweimal essen könne. Das ist zweifelsfrei für die Arbeitswelt von großer Bedeutung. Es ist nicht egal, ob Lügen eine lange oder kurze Halbwertszeit haben. Würden Lügen nicht relativ schnell aufgedeckt werden, steigt das Risiko, als Unternehmen auf lange Sicht erheblich größere Probleme zu bekommen, weil der Sumpf der Lügen mit der Zeit immer größer wird. Genau deshalb ist eine neue Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München wichtig.

Lügen: Studiendaten und -design

Die Studie umfasste 273 Studienteilnehmer. Sie sollten das Video eines Würfelwurfs beobachten und hinterher die oben liegende Zahl nennen. Wichtig war dabei, dass die genannte Augenzahl mit der versprochene Gratifikation korrelierte: Hohe Augenzahl – hohe Belohnung und umgekehrt. Das Entscheidende: Wer log, hatte keine Konsequenzen zu befürchten. Somit gab es für die Probanden einen Anreiz, möglichst oft hohe Zahlen zu nennen und gegebenenfalls zu lügen. Diese Aufgabe wurde ebenso Teilnehmern gestellt, die alleine entschieden, wie solchen, die sich über das Ergebnis in einem anonymen Gruppenchat abstimmten.

Dabei wurden zwei unterschiedliche Bedingungen und den Gruppen untersucht: Gruppen, in denen nach dem Chat alle Mitglieder dieselbe Zahl nennen müssen, damit sie die Vergütung erhalten. Und Gruppen, die zwar chatten können, aber in denen die genannte Zahl nur für die eigene Vergütung ausschlaggebend war. Letztere mussten sich also nicht einigen und koordinieren.

Mit dieser Studie sollten zwei Effekte bewusst ausgeschlossen werden, die bereits aus anderen Studien bekannt waren:

  1. Im komplexen Situationen und Strukturen handeln Einzelne innerhalb von Gruppen eher unehrlich, weil sie den Kontext und die Situation leichter für sich nutzen können.
  2. In Gruppen kann es zu Verantwortungsdiffusion kommen und Einzelne verstecken sich so hinter der Gruppe.

Lügen: Studienergebnisse

  1. 61,5% logen, als sie alleine entscheiden sollten.
  2. 86,3% logen, sobald sie in Gruppen waren, in denen Absprache möglich war, aber immer noch jeder alleine entschied.
  3. 89,7% logen, wenn sie in Gruppen waren, die sich für die Belohnung absprechen mussten.

Martin Kocher, Lehrstuhlinhaber für Verhaltensökonomie an der LMU, kommentiert das Ergebnis: „Unser Ergebnis ist eindeutig: Menschen lügen seltener, wenn sie alleine entscheiden.“ Dabei kommt es interessanterweise zu einem sogenannten „Dishonesty Shift“: Menschen, die sich zuvor bei Einzelentscheidungen ehrlich verhielten, beginnen in den Gruppen zu lügen. Das Forschungsteam erklärt dies durch das Feedback in den Gruppen, in denen sich die Teilnehmer austauschen konnten oder sogar mussten. Dadurch werden die Normvorstellungen, was richtig ist und was nicht, aufeinander abgestimmt. Infolgedessen können die einzelnen Gruppenmitglieder diese Norm eher umdeuten, als wenn sie alleine entscheiden müssen. Zudem konnten gemeinsam mehr Argumente für eine Legitimation der Lüge entwickeln.

Hinzu kam, dass die Probanden nach den Gruppenerfahrungen eher davon ausgingen, dass andere lügen. Letzteres ist wenig überraschend, aber doch wichtig. Wer eine Weile in Gruppen gearbeitet hat, in denen Lügen nicht verpönt ist und nur schwache Sanktionen nach sich zieht, läuft Gefahr, diese Erfahrung in die Zukunft zu projizieren.

Lügen: Schlussfolgerungen

Die Schlussfolgerungen der Forscher scheinen mir indes fragwürdig. Sie schlagen Ethik-Codices vor, in denen Verhalten klar reguliert und die Einhaltung kontrolliert wird. Das ist natürlich an sich nicht falsch – allerdings eher eine Farce im Kontext individueller, leistungsbezogener Vergütungsanteile. Das insbesondere in Anbetracht bekannter Wirtschaftsskandale wie bei Enron, auf die sich die Forscher explizit beziehen. Dort scheint mir ein fehlender Ethik-Codex nicht die Ursache des Problems zu sein, sondern die üblichen, bekannten Anreizsysteme.

Desweiteren haben Erwartungshaltungen seitens des Top-Managements vermutlich ebenfalls einen größeren Einfluss auf das Verhalten. Die Forscher erwähnten selbst Dieselgate – auch wenn der Skandal noch längst nicht vollständig aufgeklärt ist, so dürfte doch klar sein, dass erstens die Erwartungshaltung des längst ausgeschiedenen Martin Winterkorn zu Dieselgate beigetragen hat. Wenn er soviel Druck auf die Mitarbeiter und Führungskräfte machte und wahre (Zwischen)Ergebnisse nicht akzeptierte, dann bereitete er damit den Boden für Lügen. Zweitens dürfte die Zielsetzung, in einem bestimmten Zeitraum zum weltweit größten Autobauer zu werden, ebenfalls die Lügendynamik verstärkt haben.

Schlussendlich ist die Studie insbesondere für demokratische Organisationen wichtig, beziehungsweise all diejenigen, in denen Entscheidungen nicht nur durch einzelne alleine, sondern auch in Gruppen getroffen werden. Die (demokratische) Organisationskultur sollte tatsächlich mit ebenso klaren wie starken Ethik-Codes flankiert werden.

 

Herzliche Grüße

Andreas

 

Bildnachweis

  • Beitragsbild: Hemkengrypern Reise-Vademecum, gemeinfrei
  • Münchhausen auf der Kanonenkugel: Gottfried Franz, gemeinfrei

 

11 Kommentare
    • Andreas Zeuch
      Andreas Zeuch sagte:

      Genau – deshalb hinterfrage ich das ja. Die Dynamik ist aber definitiv interessant, eben vor allem für Organisationen, in denen auch in Gruppen entschieden wird oder werden soll.

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  1. Alexander Gerber
    Alexander Gerber sagte:

    Vielen Dank für das Bekanntmachen dieses für mich sehr aufschlussreichen Forschungsergebnisses, Andreas.

    Bevor ich ins Detail gehe, möchte ich zunächst vorausschicken, was eine Lüge ist.
    Lügen ist: bewusst die Unwahrheit sagen.
    Man muss also zunächst die Wahrheit kennen und dann etwas anderes behaupten.
    Da ergeben sich Berührungspunkte zu Wissenschaft, Provokation, Humor aber auch Irrtum und Fehlgriff.

    Wenn das Behaupten der Unwahrheit dann auch noch darauf abzielt, eine Vermögensverschiebung zum Vorteil von sich oder anderen nach sich zu ziehen, dann ist es das, was im Strafrecht als Betrugstatbestand geregelt ist.

    Im Strafrecht gibt es dann noch die Aspekte Rechtswidrigkeit („Verbotensein“) und Schuld (persönliche Vorwerfbarkeit).
    Und jetzt wird’s „tricky“.

    Organisationen strukturieren sich als System um Erwartungen und deren Erfüllung – Du referenzierst zu Enron und Dieselgate.
    In solchen Fällen kommt es zu Überlagerungen von Mikrosphäre (Unternehmen) und Makrosphere (Rechtssystem).
    Dieser Konflikt muss in der wirklichen Welt zunächst erkannt und dann bewältigt werden.
    Dieser Konflikt wurde im Versuchsaufbau explizit ausgeklammert – bspw. über die anonymisierte, gegenseitige Abstimmung mittels „Chat“.
    Für mich hat der Versuch nach Deinem Bericht daher noch mehr gezeigt – ich habe die Quelle nicht nachvollzogen, weil ich Dir vertraue. 😉

    Bei wem liegt nun die Verantwortung für das Entstehen und Fortbestehen von Lügen?
    In einer pyramidalen Organisation liegt die Verantwortung klar „oben“.
    Beim Setzen von Anreizen obliegt die Pflicht zu Wahrung der gesetzlichen Grenzen bei jedem Handelnden.
    Sobald die Verantwortung durch Abnahme „oben“ übernommen wird, ist der Handelnde entschuldigt.
    Es bleibt das Organisationsverschulden auf der oberen Ebene – wie praktisch, dass man sich als „Manager“ dagegen sogar versichern kann.
    Begleitende Maßnahmen („Ethikregeln“) sollten daher nur gesetzt werden. Deren Wirksamkeit ist nicht erforderlich, um sich von dem Vorwurf der groben Fahrlässigkeit zu exkulpieren.

    In einer Unternehmensdemokratie kommt es auch darauf an, ob es sich um eine repräsentative Demokratie handelt.
    Muss bei einem Fehlverhalten ein Repräsentant das Pendant zur politischen Verantwortung über- und deswegen ggf. „seinen Hut“ nehmen?
    Alles das sind Szenarien, die sehr beruhigend auf den „einfachen Mitarbeiter“ auf der „Arbeitsebene“ wirken.

    Wo bleiben denn all die „billig und gerecht Denkenden“ von denen das Zivilrecht so häufig spricht?
    Oder wie ich kürzlich las: ist das Wegducken bei Zweifeln etwas, was mit der ostdeutschen Sozialisierung (wieder) Einzug in die gesamtdeutsche Konsensgesellschaft genommen hat?
    https://twitter.com/cmdsdude/status/991170242402574337
    Ich, als in Bremen sozialisierter Bundesbürger mit erstem juristischen Staatsexamen, hatte so meine Mühe, moralisch integer durch die 90er, 00er und 10er Jahre zu kommen.
    Ich hoffe, es gelingt mir wieder mehr so zu handeln, wie ich es einst von meinen Eltern und meinen Lehrern erlernt habe.

    Der bevorstehende Kollaps des zinsgetriebenen Kapitalismus und der wirtschaftliche Erfolg in meiner persönlichen Arbeit machen mir das etwas leichter.
    Mühsam und anstrengend ist es jedoch weiterhin – und wird es wohl immer bleiben.

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  2. Andreas Zeuch
    Andreas Zeuch sagte:

    Lieber Alexander,

    danke für deinen differenzierten Kommentar, das hilft zur weiteren Präzisierung und Vertiefung.

    1. Def Lügen. Jep – wobei in der Def der Terminus „Wahrheit“ noch problematisch ist. Im Experiment war das ja simpel. Denn welche Zahl gewürfelt wurde (oben liegt), lässt sich ja objektivieren. Im echten Leben gibt es aber eher wenige solche objektiv belegbaren Wahrheiten.

    2. „Organisationen strukturieren sich als System um Erwartungen und deren Erfüllung“ – ja und irgendwann entwickeln die bestehenden Kulturen und Strukturen aber auch ihrerseits wieder Erwartungen und deren Erfüllung. Ich sehe da einen rekursiven Kreislauf.

    3. „In einer pyramidalen Organisation liegt die Verantwortung klar „oben“.“ – spannender Punkt. Muss da drüber nachdenken. Ich glaube nicht, dass die MA/FK eine klassische Aufbauorganisation automatisch von ihrer Verantwortung befreit sind. Dazu gehört auch: „Sobald die Verantwortung durch Abnahme „oben“ übernommen wird, ist der Handelnde entschuldigt.“ – warum? Meinst du das als formal-juristische Beschreibung und/oder ethisch?

    4. „In einer Unternehmensdemokratie kommt es auch darauf an, ob es sich um eine repräsentative Demokratie handelt.“ – Wie genau meinst Du das. würde mich über eine kurze Ausführung freuen.

    5. Und ja: Wohl eher Mesosphäre 🙂

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  3. Alexander Gerber
    Alexander Gerber sagte:

    Dann will ich mal weiter einsteigen:

    ad 1. Ja, das mit der „Wahrheit“ ist der eigentliche Knackpunkt. Solange man sich darauf verständigt, dass (anders)farbige oder erhabene oder vertiefte Bereiche auf einer Fläche durch einen Code („Zahl“) repräsentiert werden, dann ist das wohl halbwegs objektiv.
    Ich will hier mit Absicht provozieren. „Wahrheit“ ist das, was wir durch gegenseitige Vereinbarung und Akzeptanz als solche ANNEHMEN. 😉
    Und ja, in einer komplexen Welt ist es eine Schattierung von grau zwischen den Boolschen Polen Wahr und Falsch.

    ad 2. Ich bevorzuge dafür das mentale Modell des Fraktals.
    Der Algorithmus ist gleich, die Parameter verändern sich jedoch laufend und vor allem in Interdependenz.
    Das macht es so beruhigend, wenn es einen erwartbaren Mechanismus gibt, der fixiert „was Sache ist“.
    Für die einen heißt der Positionsbestimmer „Chef“, für den anderen ist es eine „Entscheidung“.

    ad 3. Sowohl als auch. Die Rechtwidrigkeit wird gern beiseite gelassen – weil zu anstrengend.
    Stattdessen hat man sich „nichts vorzuwerfen“ – man könne ja gar nicht anders, habe das so verlangt.
    Und andersherum: nicht rechtwidrig, daher kommt es nicht bis zur Schuldfrage:
    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-05/loveparade-prozess-duisburg-adolf-sauerland-aussage

    ad 4. In der BRD ist „das Volk“ der Souverän. Alle geht vom Volke aus. Art 20, II S1 GG
    https://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_20_des_Grundgesetzes_für_die_Bundesrepublik_Deutschland
    Es gibt vergleichbare Ansätze in Unternehmen > AugenhöheWEGE > Haufe Mantis

    Habe ich mich durch die Wahl eines Repräsentanten meiner Macht und auch meiner Verantwortung entledigt?
    Oder verbleibt die Pflicht zur Meinungs- und Willensbildung sowie der Kontrolle bei mir bzw. ?
    >> Team-Charta, Unternehmensverfassung
    http://commodus.org/vorwarts

    ad 5. check.

    Ich hoffe, die Ausführungen helfen weiter.
    Ich befürchte allerdings auch, dass dieses Medium (Schrift) langsam an die Grenzen stößt.

    Antworten
  4. Angelika
    Angelika sagte:

    Sprechen wir nicht eher von Missverständnissen in der Kommunikation, wenn eine stabile Beziehungen zwischen Sender und Empfänger steht. Ist diese aus welchen Gründen auch immer gestört erfolgt die Einwertung als Lüge…unabhängigvon der Studie
    In Gruppen erlebe ich ebenso Schwierigkeiten in der Entschlüsselung von Kernbotschaften in Meetings etc.
    Also denkt jeder gedacht zu haben, was der andere gemeint haben könnte

    Antworten
    • Andreas Zeuch
      Andreas Zeuch sagte:

      Hallo Angelika,

      danke für den Kommentar. Du sprichst etwas an, was mit Sicherheit auch ein wichtiger Aspekt ist. Ich hatte das in meinem vorletzten Buch „Feel it ! Soviel Intuition verträgt Ihr Unternehmen“ so formuliert: „Das eigentlich Missverständliche ist das scheinbar Selbstverständliche.“ Wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist das das Problem, was du ansprichst, oder?

      Antworten
  5. Andreas Zeuch
    Andreas Zeuch sagte:

    Hi Alexander,

    danke Dir für die weitere Ausführung. Zum Teil wird es klarer, zum Teil nicht – das mag genau am Medium Schrift liegen, wo wir wohl eher mündlich weiter kämen.

    Tatsächlich verstehe ich den Punkt 2 nicht. Genau da wäre ab jetzt wohl eher ein Gespräch nötig.

    Ad 4: Das sehe ich anders und halte es auch noch schriftlich für diskutierbar: Im Staat ist das Volk verfassungsrechtlich der Souverän (mal abgesehen davon, wie das praktisch in Wirklichkeit umgesetzt wird, da sehe ich erhebliche Probleme) – im Unternehmen ist das aber m.E. – als juristischer Laie – definitiv nicht der Fall. Du sprichst Haufe umantis an, die mir ja wohlbekannt sind, da ich sie als Fall in meinem Buch „Alle Macht für niemand“ auch portraitiert hatte. Die können da noch soviele FK wählen – Am Ende des Tages liegrt das juristisch verbriefte Letztentscheidungsrecht qua Gesellschaftsrecht bei der GF oder dem Vorstand – sprich: Die können jederzeit die FK Wahlen einfach wieder abschaffen. Im Staat kann aber eine gewählte Regierung nicht einfach die Wahl der Volksvertreter abschaffen. Oder hast du da andere Informationen?

    Antworten
    • Alexander Gerber
      Alexander Gerber sagte:

      Hallo Andreas,

      ad 2 (Fraktale): ja, das machen wir mal besser mündlich.

      ad 4 (Letztentscheidungsrecht): In DE ist das heute nicht so einfach, wie die meisten annehmen wollen. Weder politisch noch gesellschaftsrechtlich. Der Bundestag kann sich rechtlich fragwürdig auflösen und trotz Wahl nicht regierungsfähig sein – all diese „Wenden“ haben wir seit den FRÜHEN 80ern in der BRD erlebt.

      Und gesellschaftsrechtlich gibt es diverse Gegengewichte. Die Hauptversammlung, die Genossenschaftsversammlung, den Aufsichtsrat, die Gerichte, Prüfungsverbände, die Sozialpartnerschaft, Arbeitnehmervertretungen usw. In der Schweiz mag man das „einfach so“ abschaffen können, in DE nach der Erfahrung der Vergangenheit ist das seit 1949 anders. Der „Gutsherr“ hat längst ausgedient. Und davor gab es „sone“ und „solche“.

      Ich habe noch eine erlebt, bei der „das Personal“ die Ahnenbilder und Teile des Familiensilbers der Herrschaft in die eigenen Mäntel eingenäht hat. Nach der Flucht aus der SBZ in den Westen haben sie dann ihre alte Herrschaft ausfindig gemacht und die Bilder übergeben. Ohne Befehl und ohne Wissen der Herrschaft, denn die hätte es verboten, weil sich das Personal damit in Gefahr gebracht hätte. Leben ist wichtiger als Eigentum.
      Ich habe diese Geschichte erfahren, nachdem ich gefragt habe, wie viele Leute das auf dem alten Foto in der Zweizimmer-Wohnung seien. Es waren die 300 Angestellten und ihre Familien beim traditionellen jährlichen Ausflug. Sie füllten die Uferböschung und den angrenzenden Deich. Fotografiert wurde von der gegenüberliegenden Seite der Elbe. Auf dem Bild waren auch diejenigen, die die darüber hängenden Bilder in Sicherheit brachten.

      Ich kenne noch einige weitere Geschichten darüber, wie verpflichtend und belastend „Herkunft“ und „Besitz“ sein kann und wie man damit umging, wenn man über Generationen hinweg Übung darin bekam.
      Manche von den Geübten, trafen sich dann bis 1944 u.a. in Kreisau.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kreisauer_Kreis

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