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Empathie. Ein ambivalentes Element der Unternehmensdemokratie.

Empathie: Nachdem ich im Sommer 2016 nach Berlin umgezogen bin, begann ich, meine Netzwerke nach Kontakten in meiner neuen Wahlheimat zu durchstöbern. Und so bin ich wieder auf Dr. Eva Köppen gestoßen, die ein durchweg spannendes Profil aufweist: langjährige Forschung im Stanford Design Thinking Research Program, Forschung zu Transformationsprozessen in internationalen Organisationen, freiberufliche agile Coach und Design-Thinking-Strategin im IT- und Forschungsbereich, Lehraufträge an Berliner Hochschulen und nicht zuletzt die durch sie mitgegründete Initiative “Politics for Tomorrow”. In diesem Gespräch fokussieren wir uns auf die Verbindung von Unternehmensdemokratie und Empathie, basierend auf Ihrer Dissertation “Empathy by Design. Untersuchung einer Emphathie-geleiteten Reorganisation der Arbeitsweise”.

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Unternehmensdemokratie und Sprache, Teil 2

Der erste Teil meines Dialogs mit Conny Dethloff über Unternehmensdemokratie und Sprache hat interessante Reaktionen hervorgerufen: Manch einer beschwerte sich über die mangelnde praktische Bedeutung unseres Dialogs, andere bezeichneten mich, Andreas, als „Intellektuellen am Abgrund zur Nichtigkeit“ – vielleicht auch deshalb, weil das alles nicht neu sei (was wieder mal niemand behauptet hat). Höchst interessant und auch irgendwie amüsant, wie eine simple Reflexion über den Gebrauch von Sprache im Kontext des Begriffs Unternehmensdemokratie Emotionen hochkochen lässt. Schließlich liegt Bedeutung genauso im Geiste des Lesers, wie Schönheit in den Augen des Beobachters. Die mantrahaft wiederholten, generalisierenden Aussagen sind dabei ebenso polemisch und falsch, wie die Verallgemeinerung, Demokratie in Firmen gehe nicht. Da hilft dann eben doch ein wenig Nachdenken über Sprachmuster und -gebrauch. Universalquantoren wie „immer“, „dauernd“, „niemals“ und so weiter sind – cave: nicht immer – aber oft, wenn nicht meistens sachlich falsch. „Demokratie in Firmen geht nicht“ ist eine solche Aussage, die sich durch einen einzigen Fall widerlegen lässt. Ganz so, wie ein einziger schwarzer Schwan die These, alle Schwäne seien weiß, sofort widerlegt. Also an alle, die sich gerne aufregen: Dies hier ist ein rezeptfreier Raum. Wer Checklisten braucht, um für sich Bedeutung zu erzeugen, oder ernsthaft glaubt, ein Text müsse für alle Neuigkeitswert haben, sollte JETZT diese Seite verlassen.

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